03.01.2013
FLUG REVUE

DOT bestraft Airlines wegen zu langer Wartezeiten am BodenUS-Behörde verhängt Rekord-Strafgelder wegen Wartezeiten

Copa Airlines und Virgin America wurden vom amerikanischen Transportminiserium zur Zahlung von Strafgeldern aufgefordert, weil sie Passagiere bei Verspätungen zu lange im Flugzeug am Boden haben sitzen lassen.

Copa Airlines Boeing 737-700 Foto Boeing

Boeing 737-700 von Copa Airlines. Foto und Copyright: © Ken DeJarlais/Boeing  

 

Das amerikanische Transportministerium (Department of Transportation/DOT) hat am letzten Tag des abgelaufenen Jahres Copa Airlines und Virgin America zur Zahlung von Strafgeldern aufgefordert, da sie ihre Passagiere bei Flugverspätungen zu lange in den Flugzeugen haben sitzen lassen. Durch diese beiden Fälle erhöhte sich die Gesamtzahl der im Jahr 2012 geahndeten und mit Strafgeldern verfolgten Fälle auf 49. Dies ist ein neuer Höchststand bei Bußgeldern wegen zu langer Wartezeiten bei Flugverspätungen. Insgesamt wurden 2012 vom DOT Strafgelder wegen zu langer Wartezeiten in Höhe von 3,610 Mio. US-Dollar verhängt. Im bisherigen Rekordjahr - das war 2011 - betrug die Summe der verhängten Strafgelder noch 3,264 Mio. Dollar.

Copa Airlines muss jetzt 150.000 Dollar zahlen, weil die Gesellschaft die Passagiere ihres Fluges vom New Yorker Flughafen John F. Kennedy nach Panama am 22. Juni 2012 fünf Stunden und 34 Minuten im Flugzeug sitzen mussten, bevor das Flugzeug abhob. Die Flugäste erhielten erst vier Stunden, nachdem sie das Flugzeug betreten hatten, etwas zu trinken oder zu essen angeboten. Die FAA-Vorschriften sehen vor, dass auf Inlandsflügen, die länger als drei Stunden verspätet sind, den Passagieren die Möglichkeit gegeben werden muss, das Flugzeug zu verlassen. Bei internationalen Flügen gilt ein Zeitlimit von vier Stunden. Getränke müssen nach spätestens zwei Stunden Wartezeit am Boden angeboten werden, egal ob es sich um Inlands- oder internationale Flüge handelt. Copa wurde außerdem gerügt, weil sie den Vorfall nicht selber gemeldet hatte. Das Departement of Transportation wurde erst durch die Beschwerden von zwei Passagieren auf den Vorfall aufmerksam.

Virgin America muss 55.000 Dollar zahlen, weil sie ihre Passagiere am 18. Juli 2012 in Chicago O'Hare auf einem Flug nach San Francicso zwei Stunden und 16 Minuten im Flugzeug auf dem Vorfeld stehend haben sitzen lassen.

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flugrevue.de/Volker K. Thomalla


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