03.09.2014
FLUG REVUE

Dreamlinier-Kunde will transatlantisch fliegenUSA geben Norwegian noch keine neuen Streckenrechte

Die Niedrigpreisfluggesellschaft Norwegian und das amerikanische Verkehrsministerium liefern sich um neue Verkehrsrechte ein Tauziehen. Norwegian plant, mit einer separaten, irischen Tochter, neue US-Routen zu bedienen.

Norwegian Boeing 787

Boeing 787 von Norwegian Air Shuttle. Foto und Copyright: Norwegian  

 

Das amerikanische Verkehrsministerium prüft weiter einen Antrag der Fluggesellschaft Norwegian Air International (NAI), ihr zusätzliche Streckenrechte in die USA auf Transatlantikstrecken zu gewähren. Norwegian hatte außerdem beantragt, ihr schon vor dem Vorliegen der endgültigen Erlaubnis vorläufig die Flüge zu gestatten.

Die norwegische Unternehmensmutter verfügt bereits über Streckenrechte zwischen London und New York, Fort Lauderdale, Orlando, Los Angeles und San Francisco. Jetzt soll eine neue irische Norwegian-Tochter NAI mit billigerem Personal unter Nutzung von EU-Verkehrsrechten zusätzliche Streckenrechte erhalten und auch Strecken nach Asien aufnehmen.

Die Amerikaner prüfen seit mittlerweile neun Monaten, ob sie die neue Langstreckentochter Norwegian Air International als norwegische oder irische, also EU-Airline einstufen. Hiervon hängt die Erteilung der neuen Streckenrechte ab. Die amerikanische Pilotengewerkschaft ALPA opponiert gegen die neue "irische" Airline, die Pilotengehälter weit unterhalb der in Norwegen üblichen Sätze zahlen will.

Norwegian hatte bereits im Vorgriff auf die erhofften Strecken zehn Dreamliner bestellt und in New York und Fort Lauderdale Flugbegleiter angestellt. Laut Norwegian-Unternehmensangaben liege deren Bezahlung über den üblichen US-Konditionen. Die Kritik an ihrer Expansion diene nur der Verhinderung neuer Konkurrenz, durch die die Flugpreise sinken würden.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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