10.10.2013
FLUG REVUE

US-Pilotengewerkschaft schöpft VerdachtErkundeten Terroristen Sicherheitsvorkehrungen an Bord?

Die amerikanische Pilotengewerkschaft der Piloten von US Airways, die US Airline Pilots Association (USAPA), hat im September in einem Rundschreiben ihre Mitglieder über Passagiere zweier Flüge informiert, deren verdächtiges Verhalten wie die Vorbereitung neuer Anschläge wirke.

Flughafen Anchorage Ausbildung von Sprengstoffspürhunden

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die USA die Sicherheitsvorkehrungen im Luftverkehr deutlich verschärft. Das Archivbild zeigt die Ausbildung eines Sprengstoff-Spürhundes auf dem Flughafen von Anchorage. Foto und Copyright: US Air Force  

 

In einem Briefing vor dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 informierte der Vorsitzende des USAPA-Sicherheitskomitees, Steve Servier, über zwei Vorfälle an Bord von amerikanischen Passagierflugzeugen, wie der amerikanische Fernsehsender "10 News" aus Tampa am Donnerstag meldete.

In dem Rundschreiben, das der FLUG REVUE vorliegt, heißt es, bei einem Flug vom Reagan-Flughafen in Washington D.C. nach Orlando sei eine Gruppe nahöstlich aussehender Männer mitgereist, von denen einer kurz nach dem Start in Richtung Cockpittür stürmte, aber schließlich scharf in das vordere Toilettenabteil abbog, wo er ungewöhnlich lange blieb. In der gleichen Zeit seien die anderen Mitglieder der Gruppe aufgestanden und hätten innerhalb der Kabine ihre Plätze getauscht, die Gepäckfächer geöffnet und Unruhe verbreitet, so als wollten sie die Aufmerksamkeit des Kabinenpersonals auf sich ziehen.

Die mitreisenden Air Marshals hätten den Vorgang so ernst genommen, dass sie sich zu erkennen gegeben hätten. Das gesamte Flugzeug sei anschließend auf ausdrückliches Verlangen des Kapitäns von der Transportschutzbehörde TSA und von Spürhunden durchsucht worden, wobei tatsächlich nicht näher bezeichnete Spuren vorsätzlicher Manipulationen entdeckt worden seien.

Der zweite Vorfall betraf eine Gruppe von acht nahöstlich wirkenden, verschleierten Frauen auf dem anschließenden Rückflug des gleichen Flugzeugs in der Gegenrichtung. Auf diesem Flugsegment, das laut Plan ohne Air Marshalls stattgefunden habe, sei ein hochrangiger US-Fluggast als Passagier gebucht gewesen, der kurzfristig auf einen anderen Flug auswich, nachdem seine Leibwächter auf die verdächtigen Umstände hingewiesen worden waren. 

Die USAPA empfahl ihren Mitgliederpiloten, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen, die Schutzverfahren in Zusammenarbeit mit den Behörden genau einzuhalten und mit den Flugbegleitern über alle verdächtigen Beobachtungen zu reden. Die ohnehin ständig verschlossene und gepanzerte Cockpittür solle als zusätzlicher Schutz ständig mit einem vorgestellten Getränkewagen blockiert werden.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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