13.09.2012
FLUG REVUE

Vereinigung Cockpit VC Widerstand gegen FlugdienstzeitregelungVC kündigt Widerstand gegen Flugzeiten an

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat sich klar gegen die von der EASA geplanten Flugdienstzeitenregelung ausgesprochen. Es sei Aufgabe der Politik, diesen Wanhsinn jetzt zu beenden, sagte VC-Präsident Ilja Schulz auf der ILA in Berlin.

Malev Q400 Cockpit

Blick ins Cockpit der Bombardier Q400 von Malev (C) Malev Photo  

 

"Mit diesen Regelungen können wir, die Piloten, die Sicherheit der Passagiere nicht mehr garantieren", fand Ilja Schulz, der Präsident der Pilotenvereinigung Cockpit (VC), auf der ILA in Berlin, deutliche Worte. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat den Entwurf einer Neuregelung der Flugdienst- und Ruhezeiten fur Piloten vorgelegt, der Mitte nächsten Jahres europaweit gelten soll. Demnach dürfen Piloten bis zu elf Stunden nachts arbeiten, was von der VC vehement abgelehnt wird. "LKW-Fahrer dürfen maximal neun Stunden nachts arbeiten, und das mit Pausen" sagte er. Laut einer Umfrage der VC unter ihren Mitgliedern haben 93 Prozent der Befragten angegeben, aufgrund von Übermudung bereits Fehler im Cockpit gemacht zu haben. Die VC-Position wird nach Angaben von Ilja Schulz durch wissenschaftliche Gutachten unterstüzt, die von der EASA selbst in Auftrag gegeben worden sind. "Bei dem jetzigen Entwurf wurde den wirtschaftlichen Interessen der Airlines mehr Platz gegeben als den wissenschaftlichen Erkenntnissen", sagte Schulz. "Wir wollen nicht weniger arbeiten, sondern nur die Übermüdung verhindern", ergänzte VC-Sprecher Jörg Handwerg die Ausführungen des VC-Präsidenten.

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flugrevue.de/Volker K. Thomalla


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