13.06.2016
FLUG REVUE

Frachtairline will Personal abbauenver.di kritisiert Sparkurs bei Lufthansa Cargo

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat das Fehlen eines zukunftsträchtigen Konzepts bei Lufthansa Cargo bemängelt. Die Airline hatte den Abbau von weltweit 800 Stellen angekündigt.

777F Lufthansa Cargo 2015

Lufthansa Cargo, hier eine Boeing 777F des Unternehmens, will wegen der Flaute auf dem Frachtmarkt Stellen abbauen. Foto und Copyright: Lufthansa Cargo  

 

Ein geplanter Stellenabbau bei der Lufthansa Cargo AG darf nach Ansicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für keinen Beschäftigten einen Arbeitsplatzverlust bedeuten. "Für finanzielle Einbußen durch die Konkurrenz der Transportfluglinien der Golfstaaten sind nicht die Mitarbeiter verantwortlich", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Die Gewerkschaft habe in Gesprächen mit der Unternehmensleitung deutlich gemacht, dass sie ausschließlich sozialverträglichen Lösungen zustimmen werde, teilte die Gewerkschaft mit. Ein reines Kostensenkungsprogramm mit geplanten Einsparungen beim Personal in Höhe von 55 Millionen Euro sei "der falsche Weg", so die Gewerkschaft.

"In den bisherigen Gesprächen ist noch nicht deutlich geworden, wie die Geschäftsführung Lufthansa Cargo stabilisieren und langfristig rentabel im Weltmarkt etablieren will", kritisierte Behle. Ziel der Gewerkschaft seien "zukunftsträchtige, sichere Arbeitsplätze in einem lukrativen Unternehmen". Die Lufthansa Cargo AG hatte angekündigt, 800 Vollzeitstellen weltweit zu streichen, davon 500 der vorhandenen 3100 Stellen in Deutschland.

Gesamter Frachtmarkt leidet unter Überkapazitäten

Der Luftfrachtmarkt ist insgesamt stark unter Kostendruck geraten, da eine große Zahl neuer, zweistrahliger Großraum-Passagierflugzeuge, darunter Boeing 787, 777 und Airbus A330 und A350, im Punkt-zu-Punkt-Verkehr zusätzliche Unterflur-Frachtkapazität, teilweise zu Kampfpreisen, auf den Markt wirft. Viele klassische Luftfrachtairlines sind dadurch unter Preisdruck geraten und beklagen sinkende Auslastungszahlen. Außerdem herrscht auf wichtigen Frachtmärkten wie China, Russland und Brasilien derzeit eine Nachfrageflaute.



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