11.08.2009
FLUG REVUE

Vereinigung Cockpit bestreikt heute Unternehmensteil LTU von Air Berlin

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bestreikt heute die in Air Berlin aufgegange LTU. Die LTU-Piloten fordern fünf Prozent mehr Gehalt und eine Mindestbezahlung der Blockstunden.

Der Streik dauere heute von 11.30 Uhr bis 21.30 Uhr bestätigte ein Sprecher der Vereinigung Cockpit (VC) heute gegenüber der FLUG REVUE. Ihm sei eine Urabstimmung unter den VC-Mitgliedern bei LTU vorausgegangen, die 98,7 Prozent Zustimmung für den Steik ergeben habe. Man fordere neben rund fünf Prozent höherer Grundvergütung auch einen Mindestbetrag bei der zusätzlichen Blockstundenbezahlung. Damit solle das unternehmerische Risiko bei geringem Flugstundenaufkommen nicht mehr alleine auf den Piloten liegen, erklärte der VC-Sprecher.

Der Streik trifft Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin, zu der LTU gehört, mitten in der sommerlichen Hochsaison. LTU bedient bei Air Berlin vor allem Mittel- und Langstrecken. Nach Angaben der Vereinigung Cockpit seien alle deutschen LTU-Standorte von den Streikmaßnahmen betroffen. Es handele sich um Düsseldorf, Frankfurt/Main, Berlin-Tegel und München.

Ein Sprecherin von Air Berlin erklärte auf Nachfrage der FLUG REVUE, man sei von dem Steik überrascht worden, nachdem es noch gestern Abend Verhandlungen gegeben habe. Air Berlin habe den LTU-Piloten neben einem Inflationsausgleich auch einen Kündigungsschutz bis Ende 2010 angeboten. Das Unternehmen prüfe die Rechtmäßigkeit des Streiks.

Die Fluggesellschaft versuche, durch den Abruf von Piloten aus dem Bereitschaftsdienst die Steikfolgen für die Passagiere zu begrenzen. Trotzdem befürchte man "leichte Verspätungen". Zur Information der Passagiere habe Air Berlin eine kostenlose, telefonische Hotline eingerichtet.

Passagiere der von den Streiks betroffenen Flüge könnten sich rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 00800 5 737 8000  über die aktuelle Lage informieren. Air Berlin bemühe sich, für Flugausfälle schnellstmöglich eine alternative Beförderung anzubieten. Von den Streiks betroffene Flüge könnten kostenlos umgebucht bzw. storniert werden.

 

 



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