31.08.2009
FLUG REVUE

Erneuter Pilotenstreik der Vereinigung Cockpit bei Air BerlinVereinigung Cockpit streikt erneut bei Air Berlin

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder bei Air Berlin erneut zu einem Streik aufgerufen. Dabei geht es um die Gehälter von LTU-Piloten, die von Air Berlin übernommen wurden.

Der Streikaufruf beziehe sich auf die Zeit von 5.30 Uhr bis 21.30 Uhr am heutigen Montag, teilte Air Berlin mit. Er richte sich an das Cockpitpersonals der LTU. Die restlichen Air Berlin Piloten seien von 5.30 Uhr bis 8.30 Uhr zur Beteiligung aufgefordert gewesen. Die Airline bedauere Unannehmlichkeiten ihrer Passagiere. Man werde alles tun, um Flugunregelmäßigkeiten minimal zu halten.

Beim Vergütungstarifvertrag für das Cockpitpersonal der LTU biete das Unternehmen eine Gehaltserhöhung um zwei Prozent, sowie Inflationsausgleich und Kündigungsschutz bis Ende 2010. Die Gegenforderung der Vereinigung Cockpit nach einer Vergütungssteigerung von insgesamt 11,7 Prozent sei jedoch in den Zeiten einer Wirtschaftskrise nicht realisierbar. Die restlichen Konzerntöchter hätten gültige Tarifverträge. Für morgen sei ein Spitzengespräch der Tarifparteien anberaumt.

Air Berlin bemühe sich, für Flugausfälle schnellstmöglich eine alternative Beförderung anzubieten. Von den Streiks betroffene Flüge könnten von Reisenden, die nur den Flug mit Air Berlin gebucht hätten, kostenlos umgebucht bzw. storniert werden. Reiseveranstaltergäste sollten sich an ihren Reiseveranstalter wenden.

Passagiere der von den Streiks betroffenen Flüge könnten sich rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 00800 5 737 8000  oder im Internet www.airberlin.com über die aktuelle Lage informieren.

Die Vereinigung Cockpit hatte bereits am 11. August bei den LTU-Piloten von Air Berlin gestreikt. Damals hatte die Fluggesellschaft die Streikfolgen vor allem durch den kurzfristigen Einsatz von Air Berlin-Piloten auf Flugzeugen der LTU weitgehend entschärft. Für diesen Personaleinsatz lag ihr vorab bereits eine Sondergenehmigung des Luftfahrt-Bundesamtes (LBA) in Braunschweig vor.



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