07.07.2014
FLUG REVUE

USA verschärfen SicherheitsvorkehrungenPassagiere müssen alle elektronischen Geräte vorführen

Fluggäste auf direktem Weg in die USA müssen künftig alle mitgeführten elektronischen Geräte dem Sicherheitspersonal an Flughäfen auf Nachfrage vorführen. Bei der Kontrolle nicht funktionsfähige Geräte, etwa mit leerem Akku, dürfen an Bord nicht mitgeführt werden.

TSA_Passagierkontrolle_USA

Eine Agentin der amerikanischen Transportschutzbehörde TSA kontrolliert die Reisedokumente von Flugpassagieren. Foto und Copyright: US Department of Homeland Security  

 

Die amerikanische Transportschutzbehörde TSA veröffentlichte die neuen Sicherheitsmaßnahmen am Sonntag auf ihrer Webseite. Davon betroffen seien nur Fluggäste auf direkten Flügen in die USA auf "einigen" Flughäfen, blieb die Behörde vage. Künftig würden sämtliche elektronischen Geräte vor dem Abflug in die USA auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. Dazu müssten alle diese Geräte auf Nachfrage eingeschaltet werden können. Dies betreffe ausdrücklich auch Mobiltelefone. Stromlose Geräte werde man nicht zur Mitnahme freigeben. Außerdem seien, nicht näher spezifizierte, zusätzliche Kontrollen möglich.

Die TSA werde alle Sicherheitsmaßnahmen so durchführen, dass eine höchstmögliche Sicherheit erreicht werde. Gleichzeitig versuche man, die Kontrollen so bequem wie möglich für die Reisenden zu halten. Bereits in der vergangenen Woche hatte, wie von uns berichtet, US-Heimatschutzminister Jeh Johnson verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für Flugpassagiere angekündigt. Die US-Sicherheitsbehörden befürchten, dass elektronische Geräte zum Schmuggel von Sprengstoff an Bord von Flugzeugen benutzt werden könnten.

Laut bisher nicht offiziell bestätigten, amerikanischen Medienberichten stehen noch weitere Verschärfungen der Sicherheitskontrollen bevor. Dabei werde es um die genaue Kontrolle der Schuhe aller Fluggäste und um die vertiefte Überprüfung der wichtigsten Reisedaten, wie Hoteladressen und Kreditkartendaten, gehen.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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