11.04.2011
FLUG REVUE

Virgin Galactic stellt "Piloten-Astronauten" einVirgin Galactic sucht erste kommerzielle "Piloten-Astronauten"

Die erste kommerzielle Weltraumfluggesellschaft Virgin Galactic sucht zum Betrieb ihrer geplanten Flotte von suborbitalen SpaceShipTwo-Raumfähren und WhiteKnightTwo-Trägerflugzeugen "Piloten-Astronauten". Wer die strengen Anforderungen erfüllt, kann schon im Juni anfangen.

VSS Enterprise

Die VSS Enterprise über der Mojave-Wüste: Foto und Copyright: Virgin Galactic  

 

Die Vollzeit-Mitarbeiter müssten US-Staatsbürger sein, so Virgin Galactic. Außerdem verlange man eine FAA-Berufspilotenlizenz (Commercial), eine medizinische FAA-Tauglichkeit und einen Abschluss in einem verwandten technischen Fachgebiet. Außerdem müssten die Bewerber eine anerkannte Testpilotenschule besucht haben und seitdem zweieinhalb Jahre Testflugpraxis nachweisen.

Bei der geforderten Flugerfahrung erwarte man mindestens 3000 Stunden, darunter einen hohen Anteil auf großen, mehrmotorigen Flugzeugen und Hochleistungsstrahlflugzeugen, außerdem "Gleitflugerfahrung in komplexen Flugzeugen" (zum Beispiel Landungen nach simulierten Triebwerksausfällen in Jagdflugzeugen).

Außerdem wolle man Bewerber mit Projekterfahrung, mit sehr guten und breiten Fachkenntnissen und vorheriger Erfahrung bei der Betriebsorganisation. Erster Stationierungsort sei Mojave, später der "Spaceport America" in New Mexico. Die ersten drei Bewerber würden bis Ende April gesucht und sollten im Idealfall ab Juni eingesetzt werden. Erste Aufgabe sei die Beteiligung am Flugtest- und Zulassungsprogramm. Danach werde man weitere Bewerber abrufen, sobald der kommerzielle Betrieb hochlaufe.

Die "Piloten-Astronauten" unterstünden dem Chief Pilot. Sie seien dafür verantwortlich, die Raumflugsysteme vorschriftenkonform zu bedienen und den "Kunden-Astronauten" von Virgin Galactic einen möglichst sicheren und angenehmen Flug zu verschaffen.

Neben ihren Flugeinsätzen an Bord von WhiteKnightTwo und SpaceShipTwo müssten sich die "Piloten-Astronauten" auch um Flugplanung, Missionskontrolle, Boden-Luft-Unterstützung, Aufzeichnungen und Ausbildung kümmern. Dazu gehöre die Zusammenarbeit mit Personal am Spaceport America und an der White Sands Missile Range, mit Fluglotsen der Federal Aviation Authority Air Traffic Control und mit dem FAA-Office of Commercial Space Transportation. 

Die "Piloten-Astronauten" müssten außerdem als "Markenbotschafter" zur Verfügung stehen und vielerlei Kommunikationsaufgaben erfüllen. Bevorzugte Bewerber hätten vorherige Erfahrungen als Raumfahrer, im Flugbetrieb oder als Fluglehrer. 




  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 09/2017

FLUG REVUE
09/2017
07.08.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Eurofighter: Österreich will teure Kampfjets ausmustern
G20: Gipfeltreffen der VIP-Jets
Falcon 5X: Dassaults neuer Widebody fliegt
Tiger Meet: Trainingsduell über der Bretagne
Cassini-Sonde: Nach 20 Jahren Finale am Saturn
Air Serbia: Etihad baut erfolgreich um
Erstflug am Computer: Flugzeuge im Datenstrom

Be a pilot