23.10.2008
FLUG REVUE

23.10.2008 - ADV BodyscannerADV fordert sachliche Diskussion über "Bodyscanner"

23. Oktober 2008 - Der Flughafen Dachverband ADV hat eine sachlichere Diskussion über die so genannten Bodyscanner zur Fluggast Sicherheitskontrolle gefordert.

Diese Durchleuchtungsgeräte neuer Technolgie können Personen in allen Details darstellen und kommen in der Abbildungsqualität einem Nacktfoto nahe. Sie erkennen nicht nur metallische Gegenstände, sondern auch z.B. verborgene Keramikmesser. Die EU debattiert derzeit, den flächendeckenden Einsatz bei Sicherheitskontrollen an europäischen Flughäfen zuzulassen. Die EU-Kommission ist dafür, das Parlament hat noch nicht entschieden.

Die diversen Tests mit unterschiedlichen Technologien, die aktuell in Europa stattfinden, sollen Grundlage dafür sein, dass Bodyscanner an europäischen Flughäfen eingesetzt werden können. Die EU-Kommission beabsichtigt dann, Bodyscanner als zusätzliche Kontrollmethode in die Luftsicherheitsverordnung aufzunehmen. Genaue Vorgaben seitens der Kommission können jedoch erst nach Auswertung der bisherigen Testergebnisse gemacht werden. Ein flächendeckender Einsatz werde aber nicht vorgeschrieben werden, hieß es nach Einschätzung der ADV.  

"Seit einigen Tagen wird die politische und mediale Diskussion um die sogenannten Bodyscanner von fälschlichen Annahmen und Hysterie getragen", hieß es in einer Erklärung der ADV. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des ADV erklärte: "Wenn wir eine Akzeptanz neuer, vielversprechender Technologien erreichen wollen und deren Einsatz fordern, dann dürfen wir uns das durch negative Terminologien wie den "Nackt-Scanner" nicht selbst verbauen."   

Beisel betont: "Die Technologie der Bodyscanner ist zukunftsweisend und wird über kurz oder lang als effektive Kontrollmethode ihren Einsatz finden." Ob, in welchem Umfang und wann die Bodyscanner an den deutschen Flughäfen eingesetzt werden, entscheidet das Bundesministerium des Innern. 

"Die Intimsphäre eines jeden Reisenden wird auch beim Einsatz der Bodyscanner gewahrt bleiben", beruhigt Beisel. Bei Verwendung der Technologie solle der Kontrolleur, der das Bild prüfe, außerhalb der Sicht der zu überprüfenden Person sitzen. Damit werde ausgeschlossen, dass das Bild der Person direkt zugeordnet werden könne. Bodyscanner hätten zudem keinen schädlichen Einfluss auf die Gesundheit der Passagiere




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