27.03.2012
FLUG REVUE

ADV: Forderungen der Gewerkschaften bei Warnstreiks überzogen

Der Flughafenverband ADV zeigt für die Forderung der Gewerkschaften nach einer allgemeinen Flughafenzulage keinerlei <br /> Verständnis.

"Die Forderungen der Gewerkschaften kommen zur Unzeit und konterkarieren alle Anstrengungen der Flughäfen, auch in Zukunft gesicherte Arbeitsplätze in den Bodenverkehrsdiensten anzubieten. Flughäfen erzielen bereits heute in den Bodenverkehrsdiensten keine Gewinne mehr. Hinzu kommt, dass noch weiter verschärfte Marktbedingungen drohen. So rufen die Airlines bei der EU in Brüssel nach zusätzlichen Liberalisierungsschritten und einem verschärften Preiswettbewerb. Folglich ist die Vermeidung von Kostensteigerungen im Bodenverkehrsdienst für die Flughafenbetreiber das höchste Gebot", erklärt Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV in Berlin.

Bereits heute liegen die Personalkosten von Flughäfen mit TVÖD-Tarifen deutlich über denen anderer Dienstleister. Faktisch konnte die Bodenabfertigung der Flughäfen bislang nur deshalb weitergeführt werden, weil es gelang, dem Preisdruck der Airlines durch massive Prozesskostensenkungen sowie durch verantwortungsvolle Zugeständnisse der Tarif- und Betriebspartner mit teilweise abgesenkten Tariflöhnen entgegenzuwirken.

Von den über 35000 direkt von den Flughäfen Beschäftigten arbeiten zwei Drittel der Belegschaft in den Bodenverkehrsdiensten. Alleine an Deutschlands größtem Flughafen werden 14000 Beschäftigte nach den Vergütungsstrukturen des TVÖD bezahlt.




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FLUG REVUE 12/2016

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