05.10.2015
FLUG REVUE

Drehkreuz Rhein-Main-FlughafenBaubeginn für Terminal 3

Mit einem feierlichen, ersten Spatenstich hat die Fraport AG am Montag den Bau des künftigen Terminals 3 am Frankfurter Flughafen begonnen. Der größte deutsche Drehkreuzflughafen erhöht damit seine Abfertigungskapazität ab dem Jahr 2022 um 14 Millionen Passagiere pro Jahr.

Flughafen Frankfurt Terminal 3 erster Spatenstich

Am Montag begann mit dem ersten Spatenstich der Bau von Frankfurts Terminal 3. Foto und Copyright: Fraport AG  

 

Über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen der Fraport AG hätten den Spatenstich zum Bauauftakt des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen gemeinsam durchgeführt, meldete der Flughafenbetreiber am Montag. Unterstützt wurden sie dabei durch den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, den Stadtkämmerer der Stadt Frankfurt am Main, Uwe Becker, sowie den gesamten Fraport-Vorstand und den Aufsichtsratsvorsitzenden der Fraport AG, Karlheinz Weimar. Unter den geladenen Gästen war auch Mathias Samson, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung anwesend sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Dagegen blieb Hessens grüner Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir der Eröffnung fern.

„Terminal 3 wird höchsten Anforderungen an Service und Qualität entsprechen", sagte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte ergänzte: „Damit können wir auch zukünftig unseren Passagieren und der exportstarken deutschen Wirtschaft erstklassige Dienstleistungen und moderne Infrastruktur als wichtigster deutscher Flughafen gerade auch für Interkontinentalflüge bieten“. Terminal 3 werde eine attraktive Visitenkarte für die gesamte Rhein-Main-Region sein und stelle sicher, dass Frankfurt auch zukünftig Deutschlands Tor zur Welt bleibe.

"Die Fraport AG investiert 2,5 bis 3 Milliarden Euro in den Neubau und schafft in Frankfurt mit erheblichen finanziellen Mitteln einen deutlichen Mehrwert für die Region. Das verdient Respekt“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. „Mit einem der größten Infrastrukturprojekte in Deutschland wird Hessens ‚Tor zur Welt‘ ein wichtiges Luftfahrtdrehkreuz bleiben und Arbeitsplätze nicht nur langfristig gewährleisten, sondern auch neue schaffen. Damit bleibt der Frankfurter Flughafen ein wichtiger Motor der Volkswirtschaft. Die Landesregierung wird weiter daran arbeiten, dass Deutschlands größter und bedeutendster Flughafen weiterhin ein Gewinn für den Wirtschaftsstandort bleibt, der viele tausend Arbeitsplätze sichert, gleichzeitig aber auch die Umweltbelastungen für die Region weiter reduziert werden“, so Volker Bouffier.

Im Süden des Frankfurter Flughafens entsteht bis zum Jahr 2022 mit dem Neubau ein Terminalgebäude mit einer Kapazität von bis zu 14 Millionen Passagieren im Jahr. Aufgrund der wachsenden Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen wird es in den kommenden Jahren in den bestehenden Terminals 1 und 2 im Norden des Flughafengeländes eng, die Kapazitäten werden vollends ausgeschöpft. Da die Realisierung eine siebenjährige Bauzeit umfasst, ist der Baubeginn nun notwendig geworden.

In der nun begonnenen ersten Baustufe mit zunächst zwei Flugsteigen oder Piers bietet Terminal 3 Raum für bis zu 14 Millionen Passagiere im Jahr. Zu einem späteren Zeitpunkt kann die Kapazität durch zwei weitere Piers auf bis zu 25 Millionen Fluggäste jährlich erhöht werden. Mit einer neuen Sky-Line-Bahn wird das Terminal 3 an die bestehende Infrastruktur im Norden angebunden, so dass auch in Zukunft beste Umsteigemöglichkeiten und optimale Intermodalität für die Passagiere und Besucher sichergestellt sind. Langfristig soll auch die geplante ICE-Schnellfahrstrecke Frankfurt-Mannheim am Terminal halten.

Die Grundfläche des neuen Terminals beträgt etwa 90.000 Quadratmeter, was der Größe von rund 19 Fußballfeldern entspricht. Die Terminalhalle hat eine Außenhöhe von 33 Metern und eine lichte Innenhöhe von 20 Metern. In der Halle ist Platz für bis zu vier Check-in-Inseln mit insgesamt bis zu 104 Check-in-Schaltern, bis zu 54 Check-in-Automaten und derzeit geplanten 40 Ticketschaltern, die stufenweise nach tatsächlich benötigtem Bedarf aufgestellt werden. Es wird 29 Sicherheitskontrollstellen für abfliegende und umsteigende Passagiere und zehn Gepäckausgabebänder für ankommende Passagiere geben.

In Fortführung der Benennung der bestehenden Flugsteige im Norden bekommen die beiden neuen Flugsteige im Süden die Bezeichnungen H und J. Sie sind 400 bzw. 600 Meter lang und werden von beiden Außenseiten verglast sein. Am Terminal selbst befinden sich 24 Gebäudepositionen für Flugzeuge, davon werden 20 Positionen für Großraumflugzeuge wie den Airbus A380 oder die Boeing 747 ausgelegt sein. Insgesamt liegt das Investitionsvolumen zwischen 2,5 bis 3 Milliarden Euro, wovon ein Teil als Aufträge an die heimische Bauwirtschaft direkt in die Region fließen kann.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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