18.08.2015
FLUG REVUE

Staatsanwaltschaft Cottbus ermitteltBER: Strafanzeige wegen nicht erbrachter Leistungen

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat Strafanzeige gegen Siemens-Mitarbeiter erstattet, nachdem sie Auffälligkeiten bei ihren Abrechnungen festgestellt hat. Berliner Medien halten auch noch andere Unternehmen für verdächtig, überhöhte Beträge abgerechnet zu haben.

Flughafen Berlin Brandenburg

Beim Bau des Flughafens BER besteht der Verdacht überhöhter Rechnungen für nicht erbrachte Leistungen. Die Flughafengesellschaft hat deshalb Anzeige erstattet. Foto und Copyright: FBB  

 

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) habe am 12. August 2015 in Abstimmung mit dem Chief Compliance Officer der Siemens AG Strafanzeige wegen des Verdachts des Betruges erstattet, teilte die FBB mit. Die FBB habe im Rahmen ihres regulären Prüfprozesses von Rechnungen für Bauleistungen "Auffälligkeiten" festgestellt und die Compliance-Abteilung des Unternehmens eingeschaltet. In der anschließenden internen Prüfung des Compliance Officers der FBB hätten sich Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der FBB tatsächlich nicht erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt und diese bezahlt worden seien. Die Staatsanwaltschaft Cottbus habe mit der Prüfung des Sachverhalts begonnen.

Am Montag hatte der Berliner "Tagesspiegel" berichtet, auch bei Rechnungen der Unternehmen Bosch und T-Systems gebe es Auffälligkeiten, weil die Flughafengesellschaft hier Nachforderungen, entgegen der sonst üblichen Praxis, in fast vollem Umfang erstattet habe. Die Flughafengesellschaft entgegnete, alle diese Rechnungen seien unter Vorbehalt bezahlt worden und würden noch einmal abschließend geprüft. Bei rückwirkend festgestellten, eventuellen Unstimmigkeiten gehe kein Geld verloren.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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