18.06.2012
FLUG REVUE

Bürger Münchens stimmen gegen dritte Startbahn

Ein Bürgerentscheid in der Stadt München über den Ausbau des Flughafens München hat eine mehrheitliche Ablehnung von Plänen zum Bau einer dritten Start- und Landebahn ergeben.

Bei der sogenannten Stichfrage über die Meinung zum Bau der dritten Startbahn entschieden sich 54,3 Prozent der Wähler gegen den Bau und nur 45,7 Prozent dafür, teilte die Stadt München mit. Von den wahlberechtigten Bürgern der Stadt München, insgesamt einer Million Wähler, hätten sich 32,8 Prozent beteiligt. 

Die Ablehnung des Startbahnbaus bedeutet, dass die Stadt München als 23-prozentiger Flughafen-Anteilseigner diese Bauinvestition nicht unterstützt. Vom Abstimmungsergebnis nicht betroffen ist der bereits begonnene Ausbau der Münchener Terminalkapazität durch ein neues Satellitengebäude auf der sogenannten Gepäcksortierhalle. 

Die bayerische Staatsregierung halte am Bau der dritten Bahn "ohne Wenn und Aber fest“, kommentierte Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil das Abstimmungsergebnis der Stadt München. Der Freistaat Bayern ist mit 51 Prozent größter Anteilseigner des Flughafens, der Bund mit 26 Prozent zweitgrößter.

Lufthansa erklärte, am internationalen Drehkreuz München seien hohe Pünktlichkeitswerte und ein stabiler Betrieb langfristig nur mit einer 3. Bahn möglich. Thomas Klühr, Mitglied des Lufthansa Passage-Vorstands, sagte, er schließe nicht aus, dass in letzter Konsequenz Wachstum künftig auf andere Flughäfen verlagert werden müsse.

 

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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