Bundeskanzlerin weiht neue Frankfurter Landebahn ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel landete heute an Bord eines Airbus A319 der Flugbereitschaft auf der neuen Landebahn Nordwest des Frankfurter Flughafens. Durch die nur für Landungen genutzte vierte Piste gewinnt das größte deutsche Drehkreuz endlich die Fähigkeit zum unabhängigem Parallelbahnbetrieb.

Die Kanzlerin landete in Begleitung von Verkehrsminister Ramsauer am Freitag um 14.30 Uhr aus westlicher Richtung kommend auf der 2800 Meter langen neuen Piste. Die neue Landebahn war rechtlich schon seit dem Donnerstag in Betrieb, sie wurde aber erst mit der Landung des Regierungsfluges praktisch in Betrieb genommen.

Auf der neuen Landebahn Nordwest dürfen Landungen unabhängig vom Flugbetrieb auf der Südbahn stattfinden. Dadurch steigt die stündliche Kapazität bei den Flugbewegungen von heute 83 schrittweise auf bis zu 126. Das größte deutsche Drehkreuz möchte mit Hilfe der Zusatzkapazität Verspätungen abbauen und auf bis zu 90 Millionen Passagiere im Jahr wachsen, wofür im Süden des Flughafens bereits ein neues Terminal 3 geplant wird.

Allerdings hat die Kapazitätsausweitung in der Flughafenumgebung auch zu Sorgen wegen der Lärmbelastung durch den Flughafen geführt. Das hessische Verwaltungsgericht hatte deshalb im Oktober überraschend ein vorläufiges Nachtflugverbot am Rhein-Main-Flughafen verfügt. Im Frühjahr wird das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig endgültig über diese besonders für die Luftfrachtabfertigung und für Charterflüge entscheidende Frage urteilen.

Mit 71000 Beschäftigten ist der Frankfurter Flughafen Deutschlands größte Arbeitsstätte. Rund 500 Unternehmen und Einrichtungen haben ihren Sitz am Flughafen.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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