09.12.2016
FLUG REVUE

Schnellere Passagierabfertigung in FrankfurtBundespolizei testet Selbstbedienungs-"Kiosk"

Seit Donnerstag erprobt die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ein neues Selbstabfertigungssystem für Fluggäste. Durch das Eingeben der eigenen Daten soll die Grenzabfertigung schneller gehen.

Bundespolizei Einreise-Kiosk Frankfurt

Bei der Einreise aus dem Non-Schengen-Bereich geben die Fluggäste ihre Daten am Automaten selbst ein. Foto und Copyright: Bundespolizei  

 

Am Flughafen Frankfurt am Main werde seit dem 8. Dezember 2016 ein neuer Selbstbedienungs-"Kiosk" erprobt, teilte das Bundespolizeipräsidium Potsdam mit. Einreisende Bürger von Drittstaaten erfassten dabei an dem Kiosk ihre persönlichen Angaben selbst. Dies schließe biometrische Daten mit ein. Die erfassten Informationen würden automatisiert vorgeprüft und die Prüfergebnisse dem Kontrollpersonal der Bundespolizei für die weitere Grenzkontrolle zur Verfügung gestellt. Damit werde der Grenzkontrollprozess insgesamt entzerrt und dadurch beschleunigt, so die Bundespolizei.

Das im Test befindliche System die Kontrollen an den Schengen-Außengrenzen verbessern. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der "Smart Borders Initiative" der Europäischen Kommission, die europaweit effizientere Grenzkontrollen an den Schengen-Außengrenzen vorsieht. Die EU will ein europäisches Ein- und Ausreiseregister schaffen, bei dem alle Ein- und Ausreisen elektronisch gespeichert werden. Danach soll das manuelle Stempeln der Reisedokumente entfallen.

Bundespolizei Einreise Frankfurt Automat

Der "Kiosk" führt die Fluggäste in mehreren Sprachen durch die Menüs. Foto und Copyright: Bundespolizei  

 

Gemeinsam mit dem Bundesverwaltungsamt (BVA) und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte sich die Bundespolizei bereits 2015 an der Konzeption eines Systems für intelligente Grenzen beteiligt, um die praktischen Auswirkungen auf den Grenzkontrollprozess zu testen. Dabei zeigte sich, dass eine stärkere Automatisierung und Vorverlagerung der grenzpolizeilichen Kontrollprozesse notwendig ist. In der jetzt stattfindenden Testphase sollen Fragen der weiteren Beschleunigung und Prozesserleichterung bei steigendem Sicherheitsniveau im Vordergrund stehen. Die Testphase wird voraussichtlich bis Mitte 2017 andauern.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
El Al 33 Direktflüge wöchentlich von Deutschland nach Tel Aviv

22.02.2017 - Die nationale Fluggesellschaft Israels, El Al, und ihre Niedrigpreis-Tochter Up fliegen im Sommerflugplan mehrmals wöchentlich von Frankfurt, München und Berlin-Schönefeld direkt nach Tel Aviv. … weiter

Konkurrenz für die Lufthansa Wizz Air fliegt ab Frankfurt

14.02.2017 - Die ungarische Niedrigpreis-Airline nimmt zwei neue Strecken ab dem Frankfurter Flughafen ins Programm. Mit dem immer größer werdenden Angebot dürfte vor allem die Lufthansa in Bedrängnis kommen. … weiter

Januar-Zahlen Passagierrekord in Frankfurt

10.02.2017 - Im Januar 2017 nutzten rund 4,2 Millionen Fluggäste den Flughafen Frankfurt, womit der bisherige Januar-Höchstwert aus dem Jahr 2016 umannähernd 75.000 Passagiere übertroffen wurde (plus 1,8 Prozent). … weiter

Billigairline Ryanair kommt nach Frankfurt

08.02.2017 - Alarmstimmung unter den deutschen Airlines: Der irische Niedrigpreis- Branchenriese Ryanair kommt ab dem Sommer 2017 nach Frankfurt am Main und macht Deutschlands größtes Drehkreuz sofort zu eine … weiter

Neuer Airbus probt Bodenabfertigung Lufthansa A350 besucht Frankfurt

07.02.2017 - Die Deutsche Lufthansa hat ihren ersten Airbus A350-900 "Nürnberg" am Dienstag von München nach Frankfurt geschickt, um dort die Bodenabfertigung der Neuerwerbung zu testen. In drei Tagen beginnt der … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 02/2017

FLUG REVUE
02/2017
09.01.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Ryanair greift Lufthansa an
- Bombardier liefert CS300
- Gulfstream G500
- Sea Lion fliegt
- Interview Astronaut Gerst
- Nachtschicht bei LH Technik

aerokurier iPad-App