08.06.2011
FLUG REVUE

DFS nimmt neuen Kontrollturm in Frankfurt in Betrieb

In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 2011 und damit zwei Wochen früher als geplant wird der neue Kontrollturm am Flughafen Frankfurt/Main in Betrieb genommen. Die Lotsen haben von dort aus künftig auch den Flugbetrieb auf der neuen Landebahn Nordwest im Blick.

Ursprünglich sei die Inbetriebnahme erst für den 30. Juni geplant gewesen, teilte dei Deutsche Flugsicherung (DFS) am Mittwoch mit. Dadurch wäre die Inbetriebnahme allerdings mit dem Ferienbeginn in Hessen und Rheinland-Pfalz zusammengefallen. Da es wegen der Inbetriebnahme zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr kommen werde, habe die DFS alle Anstrengungen unternommen, um den Termin vorzuverlegen. 

Der Bau eines neuen Towers sei notwendig geworden, da die neue Landebahn Nordwest vom derzeitigen Tower auf der Südseite des Flughafens nicht ausreichend einsehbar gewesen sei. Der 70 Meter hohe neue Tower stehe nördlich der beiden Parallelbahnen neben einer Wartungshalle der Deutschen Lufthansa und sei mit neuester Technik ausgerüstet.

Die Fluglotsen hätten sich in den vergangenen Monaten mit der neuen Technik vertraut gemacht, dennoch müsse in einer mehrtägigen Eingewöhnungsphase mit Verspätungen und Flugausfällen gerechnet werden. Passagiere, die in diesen Tagen in Frankfurt an- oder abflögen, sollten sich daher rechtzeitig mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen bzw. sich im Internet über den Status ihres Fluges informieren, so die DFS.

Das Bauwerk habe rund 34 Millionen Euro gekostet. Die Towerkanzel sei mit einer Größe von 100 Quadratmetern fast 40 Quadratmeter größer als die heutige Kanzel und biete Platz für 12 Mitarbeiter. 

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes Unternehmen mit 5900 Mitarbeitern. Die Mitarbeiter koordinieren täglich bis zu 10000 Flugbewegungen im deutschen Luftraum, im Jahr knapp drei Millionen. Deutschland ist damit das verkehrsreichste Land in Europa. Das Unternehmen betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten und in den Kontrolltürmen der 16 internationalen Flughäfen.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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