02.03.2015
FLUG REVUE

Schnellere Kontrolle durch "EasyPASS"Elektronische Einreiseschalter in Tegel

Die Bundespolizei hat im Terminal C des Berliner Flughafens Tegel einen neuen, elektronischen Einreiseschalter in Betrieb genommen. Dort können volljährige Passagiere mit maschinenlesbaren Pässen oder Personalausweisen schneller einreisen.

EasyPASS_Einreise_Tegel_Terminal_C

Mit einem maschinenlesbaren Pass oder Personalausweis kann man ab sofort in Berlin Tegel schneller einreisen. Dadurch soll der überfüllte Flughafen entlastet werden. Foto und Copyright: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH  

 

Die Bundespolizei habe am Montag im Terminal C am Flughafen Berlin-Tegel vier sogenannte eGates in Betrieb genommen, teilte die Flughafengesellschaft mit. Damit hätten Reisende nun die Möglichkeit, das automatisierte Grenzkontrollsystem EasyPASS bei der Einreise zu nutzen und so die Grenzkontrolle einfacher und schneller zu passieren. Die Nutzung der eGates sei freiwillig und kostenlos. Weiterhin stehen auch ein klassische Einreiseschalter mit Personal zu Verfügung.

Das wachsende Passagieraufkommen in Tegel stelle Bundespolizei und Flughafengesellschaft vor immer größere Herausforderungen. Durch EasyPASS werde der Grenzkontrollprozess verbessert und die eingesetzten Bundespolizisten entlastet. Für Reisende verringerten sich durch die elektronische Kontrolle die Wartezeiten.

Hartmut Mehdorn, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: „Die von der Bundespolizei am Standort Tegel eingesetzte Technik ist ein wichtiger Schritt, den Passagierfluss zu beschleunigen. Nur mit moderner Technik wie dieser kann in Zukunft auf die immer weiter steigenden Passagierzahlen reagiert werden.“

Bürger der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz, die EasyPASS nutzen, benötigen einen elektronischen Reisepass. Deutsche Staatsangehörige können zudem den neuen deutschen Personalausweis verwenden. Die Nutzung von EasyPASS setzt in jedem Fall die Volljährigkeit des Reisenden voraus. 

Nachdem das Dokument am Eingang der Schleuse ausgelesen und auf dessen Echtheit überprüft wird, erfolgt in der Schleuse der Abgleich des Live-Bildes der Person mit dem im Chip gespeicherten Lichtbild. Wird die Identität der Person bestätigt und liegen keine polizeilichen Fahndungsvermerke oder Einreisesperren vor, öffnet sich die Schleuse. Die Grenzkontrolle ist damit vollzogen und der Reisende kann einreisen. Eine Speicherung persönlicher Daten findet nicht statt.

Thomas Striethörster, Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin: „Auch die Reisenden, die EasyPASS nicht nutzen können oder wollen, werden von kürzeren Wartezeiten profitieren. Die Kontrolldauer wird sich deutlich reduzieren. Dies hat der Einsatz von EasyPASS auf den Flughäfen Hamburg und Frankfurt/Main gezeigt.“

Mit EasyPASS verfügt die Bundespolizei über eines der modernsten und sichersten Grenzkontrollsysteme Europas. An den passagierstärksten Flughäfen in Deutschland hat die Bundespolizei heute etwa 90 EasyPASS-Spuren im Einsatz. Bis Mitte 2015 werden es 140 eGates an sechs Flughäfen sein.



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