17.11.2011
FLUG REVUE

Flughafen München bestellt fahrerlose Bahn zum künftigen SatellitengebäudeFahrerlose Bombardier-Bahn für Flughafen München

Um das künftige Satellitengebäude vor Münchens Terminal 2 unterirdisch anbinden zu können, hat die Terminalbetriebsgesellschaft bei Bombardier drei Züge eines fahrerlosen Transportsystems in Auftrag gegeben.

Bombardier Transportation sei mit der Entwicklung, dem Betrieb und der Instandhaltung eines fahrerlosen, unterirdischen Personentransportsystems zwischen Terminal 2 und dem künftigen Satelliten am Münchner Flughafen beauftragt worden, teilte der Flughafen München mit. Passagiere könnten ab 2015 vom Terminal 2 in den voll automatisierten Zügen in etwa einer Minute zum Satelliten gelangen.

Bombardier werde für die über 400 Meter lange Strecke ein zweispuriges System bauen, bei dem insgesamt drei fahrerlose Züge mit je vier Waggons zum Einsatz kämen, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h verkehrten. Die Kapazität des Systems erlaube den Transport von bis zu maximal 9000 Fluggästen pro Stunde und Richtung. Durch eine Aufteilung der Bahnsteige und Zugkonfigurationen werde sichergestellt, dass Reisende je nach Ziel und Herkunftsdestination unterschiedlichen grenzpolizeilichen Kontrollen und Sicherheitsüberprüfungen unterzogen werden könnten.

Das Transportsystem solle 2014, ein Jahr vor der geplanten Inbetriebnahme des Satelliten, fertig gestellt werden und in den Probebetrieb gehen. In München komme die Weiterentwicklung eines Systems von Bombardier zum Einsatz, das bereits seit Jahren an weltweit über 20 Großflughäfen wie zum Beispiel in Atlanta, Dallas, Frankfurt, London, Peking und Singapur eingesetzt werde.

Den Vertrag habe die von FMG und Lufthansa getragene Terminal 2 Betriebsgesellschaft, vertreten durch die FMBau (Flughafen München Baugesellschaft mbH), in Auftrag gegeben. Das gesamte Paket umfasse ein Volumen von knapp 90 Millionen Euro.

Durch den Satelliten erhöhe sich die Abfertigungskapazität des Terminals 2 um elf Millionen Fluggäste. Der 600 Meter lange Pier werde über insgesamt 52 Gates verfügen. Zudem biete er 27 zusätzliche Gebäudepositionen, womit sich die Anzahl der Gebäudepositionen im gesamten Bereich des Terminals 2 mehr als verdoppele.

Der Satellit biete eine Fläche von fast 123.000 Quadratmeternalle wichtigen Serviceeinrichtungen enthalten. Die Investitionskosten für das Gebäude in Höhe von rund 650 Millionen Euro würden wie beim Terminal 2 im Verhältnis von 60 zu 40 zwischen der FMG und Lufthansa aufgeteilt. Verantwortlicher Generalplaner für das Satellitengebäude sei das Münchner Architekturbüro Koch + Partner.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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