15.10.2013
FLUG REVUE

Brandschutzanlage wird umgebautFlughafen BER: Neue Entrauchungssteuerung

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und Siemens haben am Dienstag einen Vertrag zum Umbau der Entrauchungssteuerung am Flughafen BER unterzeichnet. Siemens wird zusätzlich eine neue Steuerung für die Entrauchungsanlage des Terminals liefern, an der die Eröffnung des Flughafenneubaus bisher scheiterte.

Flughafen BER will Probebetrieb im Nordpier

Der Berliner Flughafen BER, der wegen Baumängeln bisher nicht öffnen kann, erhält eine neue Steuerung der Entrauchungsanlage von Siemens. Foto und Copyright: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH  

 

Mit dem Vertrag werde das bisherige Auftragspaket von Siemens am Flughafen BER erweitert, teilte die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mit. Neben der Ansteuerung der von Drittfirmen gebauten maschinellen Entrauchungsanlagen (z.B. Entrauchungskanäle, -ventilatoren und Entrauchungsklappen) werde Siemens-Steuerungstechnik künftig auch die Nachströmung von Frischluft im Brandfall steuern.

Der Umbau sei nötig geworden, weil die Steuerung von Teilen der von Drittfirmen gebauten Brandschutzanlage bei sogenannten Heißgasrauchversuchen nicht funktioniert habe. Aufgrund der Änderungen an der Anlage müssten im Terminal Kabel zu Frischluftklappen, Rauchschutzvorhängen und Fenstern neu gelegt werden. Die Arbeiten von Siemens könnten erst starten, nachdem Vorarbeiten an der technischen Gebäudeausrüstung und an den Kabeltrassen von dafür beauftragten Firmen erfolgt seien.

Die erweiterte Entrauchungssteuerung werde im Anschluss an die Installation neu programmiert und gemeinsam von Experten des Flughafens und von Fachleuten für die Brandschutzanlage getestet, bevor sie in Betrieb gehen könne. Die nach dem bisherigen Brandschutzkonzept installierte und funktionsfähige Brandmeldeanlage von Bosch bleibe "bis auf die Ansteuerung der Frischluftzufuhr" bei den notwendigen Umbauten erhalten, so der Flughafen.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn sagte: „Die heutige Vertragsunterzeichnung ist ein wichtiger Meilenstein bei der Realisierung des BER, den wir gemeinsam im Team mit Siemens erreicht haben. Wir haben durch die Arbeit im Beschleunigungsprogramm SPRINT in den vergangenen Monaten tragfähige Lösungen für das zentrale Problem Brandschutzanlage erarbeitet, das der Eröffnung des Flughafens derzeit noch entgegensteht. Wir werden unsere Arbeiten nun Schritt für Schritt zu einem Gesamtplan zur Eröffnung des BER zusammenfügen.“

„Der Vertragsabschluss ist ein guter Schritt nach vorn für die Realisierung des Flughafens“, sagt Jörg Marks, Leiter Region Ost, Building Technologies, Siemens AG.  „Entscheidend ist, dass wir, wie im Vertrag vereinbart, die Planungsunterlagen vom Bauherrn erhalten und dass bauliche Vorleistungen erbracht werden, die uns gestatten, unseren Auftrag  anzufangen und abzuschließen.“

Ein Zeitplan für die Dauer der Arbeiten, ein finanzielles Vertragsvolumen oder ein neuer Eröffnungstermin für den Flughafen BER wurden bisher nicht genannt.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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