15.02.2010
FLUG REVUE

Braunschweig Ausbau Schließung JuliFlughafen Braunschweig wegen Bahn-Ausbaus vom 5. bis 25. Juli geschlossen

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg (EDVE) ist im Juli für rund drei Wochen auf Grund des Ausbaus der Start und Landebahn gesperrt. Nach Angaben der Flughafengesellschaft sollen die Arbeiten vom 5. bis voraussichtlich 25. Juli 2010 dauern.

In Braunschweig wird die Start- und Landebahn von derzeit 1800 Metern Länge auf dann 2300 Meter verlängert. Seit Anfang Januar wird bereits Wald im Anflug auf die Piste 26 abgeholzt. 

In den kommenden Monaten geht der Ausbau dann in die heiße Phase. Schließlich wird der Flughafen dann im Juli für rund drei Wochen geschlossen. Der Aufwand für reine Nachtarbeit und die Wiederherstellung des Flugbetriebes an jedem Morgen sei zu groß, teilte die Flughafengesellschaft mit.

Wie sehr der Segelflugbetrieb betroffen sein wird, ist noch nicht absehbar. "Wir prüfen noch, ob wir das Segelfluggelände mit einem entsprechenden Zaun aus dem Baubereich ausgrenzen können", erklärte die Flughafengesellschaft.

Im Zuge des Ausbaus sollen auch die Rollwege verbreitert und das Vorfeld vergrößert werden. Die neue Bahnlänge soll voraussichtlich im Frühjahr 2011 zur Verfügung stehen, da im kommenden Winter noch Arbeiten an der Hindernisfreifläche im Anflug auf die 26 notwendig sind, hieß es von der Flughafengesellschaft.

Der Ausbau in Braunschweig ist nicht unumstritten. Befürworter führen vor allem die Nutzung des Flughafens durch das DLR und seinen neuen Airbus A320 ATRA an. Dazu kommt Volkswagen als einer der wichtigsten Nutzer des Airports.

Kritiker sehen die Forschungsaktivitäten des DLR auch ohne eine Bahnverlängerung als möglich an. Besonders umstritten ist die Frage, ob eine Umgehungsstraße des Airports ebenfalls verlegt wird. Über diese erreichen auch zahlreiche Mitarbeiter täglich ihren Arbeitsplatz. Außerdem droht sonst in anliegenden Orten eine massiv steigende Verkehrsbelastung.

Am Flughafen Braunschweig sind mehrere tausend Mitarbeiter vor allem in der Forschung tätig. Das DLR betreibt ein großes Zentrum, dazu kommen die TU Braunschweig sowie Firmen wie Aerodata oder Delair. Außerdem sind LBA und BfU in Braunschweig zuhaus, ebenso der DAeC.




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