04.11.2010
FLUG REVUE

Flughafen Cochstedt darf sich nicht "Magdeburg Berlin International" nennenFlughafen Cochstedt darf sich nicht "Berlin" nennen

Der ehemalige russische Fliegerhorst Cochstedt in Sachsen-Anhalt darf sich als heute ziviler Flughafen nicht "Magedeburg-Berlin International" nennen. Die Berliner Flughafengesellschaft erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen ihren 200 Kilometer weiter westlich befindlichen Namensvetter.

Die Berliner Flughäfen hätten mit sofortiger Wirkung eine einstweilige Verfügung gegen die Umbenennung des Flugplatzes Cochstedt erwirkt, teilte die Berliner Flughafengesellschaft am Donnerstag mit. Die Cochstedter Betreiber hätten geplant, künftig unter dem Namen "Magdeburg-Berlin International" zu firmieren.

Das Landgericht Berlin sei der Argumentation der Berliner Flughäfen gefolgt, wonach die Umbenennung des Flugplatzes Cochstedt in mehrfacher Hinsicht einer Irreführung von Passagieren entspreche und gleichzeitig eine Wettbewerbsverzerrung darstelle.

Der Name Magdeburg-Berlin International suggeriere eine räumliche Nähe zur Hauptstadt und führe angesichts einer Entfernung von 200 km nach Berlin die Passagiere in die Irre. Die Fahrzeit mit dem Auto nach Berlin betrage mehr als zwei Stunden. An das Bahnnetz sei der Flugplatz nicht angeschlossen.

Der Name Magdeburg-Berlin International täusche außerdem eine nicht vorhandene Größe und Internationalität des Flugplatzes und des Flugangebotes vor. Zum aktuellen Zeitpunkt könne der Flugplatz Cochstedt weder ein Flugangebot zu internationalen Zielen aufweisen, noch finde derzeit überhaupt geregelter Linienverkehr statt. Im Wesentlichen fertige Cochstedt Kleinflugzeuge ab.

Gegen die ergangene einstweilige Verfügung könne der Flugplatz Cochstedt Widerspruch einlegen.




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