17.07.2015
FLUG REVUE

Realistischer Kampf gegen die FlammenFlughafen München öffnet neue Brandsimulationsanlage

Der Flughafen München hat am Freitag seine neue Brandsimulationsanlage in Betrieb genommen. Dort ermöglicht ein spezieller, begehbarer Trainingsrumpf mit den Ausmaßen eines Großraumflugzeugs, die gezielte Ausbildung der Feuerwehr für Notsituationen mit Rettungs- und Löscharbeiten unter realen Brandbedingungen.

Flughafen München Brandschutztrainingsanlage der Feuerwehr

Am Flughafen München kann die Feuerwehr künftig an dieser Brandschutzanlage trainieren, wie man trotz sengender Hitze schnell in ein brennendes Flugzeug eindringt, um die Passagiere zu retten. Foto und Copyright: Flughafen München  

 

Nach über einem Jahr Bauzeit sei die zur Zeit modernste Brandsimulationsanlage auf dem Flughafen München am Freitag in Betrieb genommen worden, teilte der Flughafen München mit. Hier werde die Airport-Feuerwehr künftig ihre vorgeschriebenen, regelmäßigen Übungen abhalten. Die neue Übungsanlage sei der Form einer Boeing 747 nachempfunden und löse die alte, deutlich kleinere Anlage ab.

Das neue Übungsgerät wurde nötig, weil auch die Flugzeuge auf dem Münchner Airport im Laufe der Jahre immer größer wurden. Die Flugzeugattrappe ist 44 Meter lang, elf Meter hoch und 35 Meter breit. Die Anlage aus Stahl wiegt rund 200 Tonnen und verfügt über drei Ebenen, einen Frachtraum, drei Triebwerke, Flügel und Fahrwerke. Auch die Innenausstattung entspricht einer Boeing 747 mit Sitzen, Küche und WC. Entsprechend können in der mit Gasleitungen versehenen Simulationsanlage gezielt die verschiedensten Szenarien realistisch dargestellt werden: Das Übungsspektrum reicht vom Feuer in der Bordküche, im Frachtraum, in den Trieb- oder Fahrwerken bis hin zum großflächigen Brand von Flüssigkeiten.

Die Außenhaut des Übungsflugzeuges wurde so konzipiert, dass an verschiedenen Stellen der Umgang mit dem Gelenklöscharm und der sogenannten Löschlanze trainiert werden kann. Obwohl die Anlage der Flughafenfeuerwehr die Möglichkeit bietet, verschiedene Einsatzszenarien äußerst realistisch zu simulieren, werden Umweltbelastungen weitgehend vermieden. Betrieben wird die Anlage ausschließlich mit Propangas, dadurch fallen bei den Übungen keine schädlichen Emissionen wie früher beim Kerosinfeuer an. Außerdem lassen sich durch die neueste Technik die Löschwirkungen verschiedenster Löschmittel darstellen, ohne dass tatsächlich Schäume oder Pulver eingesetzt werden müssten.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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