17.03.2009
FLUG REVUE

Flughafen Paderborn/Lippstadt darf Startbahn verlängern

Neben einer Startbahnverlängerung auf 2570 Meter soll auch die Vorfeldfläche erweitert werden. Bezirksregierung Münster sieht überwiegendes öffentliches Interesse am Ausbau aber schreibt Nachtflugregelung ausdrücklich fest. Künftig können auch Mittelstreckenziele wie die Kanarischen Inseln nonstop aus Paderborn/Lippstadt bedient werden.<br />

Die Bezirksregierung Münster hat dem Ausbau des Verkehrsflughafens Paderborn/Lippstadt zugestimmt. Dies teilte diese gestern in einer Presseerklärung mit. Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek habe den 264 Seiten starken Planfeststellungsbeschluss der Flughafengeschäftsführung persönlich überbracht. Die Genehmigung betreffe insbesondere die Bahnverlängerung um 390 Meter auf 2570 Meter, die Erweiterung der Vorfeldflächen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe sowie die Verlegung des Startpunktes nach Westen. Sie ersetze den aus dem Jahre 1976 stammenden Planfeststellungsbeschluss

Nach der Bahnverlängerung ließen sich vom Flugplatz Paderborn/Lippstadt aus künftig auch Mittelstreckenziele wie etwa Teneriffa oder Gran Canaria ohne Zwischenlandung zum Auftanken erreichen. Außerdem werde durch die Verlegung der Start- und Landeschwellen die Lärmsituation in der Ortschaft Niederntudorf verbessert.

Die Verkehrsflughafen Paderborn/Lippstadt GmbH habe die Verlängerung der Start- und Landebahn im April 2007 beantragt. Die Bezirksregierung Münster habe den Antrag nun in einer für derartige Verfahren kurzen Zeit genehmigt und versetzte damit den Flughafenbetreiber in die Lage, die erforderlichen Ausschreibungen so vorzunehmen, dass in der Hauptsaison bereits die verlängerte Bahn genutzt werden könne.

Regierungspräsident Paziorek habe ergänzt: „Der Planfeststellungsbeschluss enthält umfangreiche Nachtflugregelungen, die die bisherige freiwillige Nachtflugbeschränkung des Flughafens ersetzen. Damit wird der Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm umfassend berücksichtigt“.

Die Bezirksregierung habe intensiv geprüft, ob mit der Bahnverlängerung öffentliche oder private Belange beeinträchtigt würden. Durch den Ausbau des Flughafens würden nach der Abwägung aller Interessen weder öffentliche noch private Belange so beeinträchtigt, dass das Interesse an der Realisierung des Antrags dahinter zurücktreten müsse. Da vielmehr das öffentliche Interesse am Ausbau des Flugplatzes deutlich überwiege, sei dem Antrag zu entsprechen.

Ökologische Bedenken hätten durch eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung und einen landschaftspflegerischen Begleitplan ausgeräumt werden können. Höhere Schadstoff-Immissionen oder Lärmbelästigungen seien durch den Ausbau nicht zu erwarten, da sich weder der Flugbetrieb noch die eingesetzten Flugzeugklassen ändern würden. Durch die längere Start- und Landebahn werde zudem die Sicherheit erhöht und die Konkurrenzfähigkeit bliebe erhalten.




  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App