20.03.2014
FLUG REVUE

Weniger Kerosin-Transporte auf der StraßeFlughafen Stuttgart will an die Pipeline

Die Flughafen Stuttgart GmbH plant, sich an die durch Baden-Württemberg führende CEPS Treibstoffleitung Kehl-Tübingen-Aalen (Central European Pipeline Systems, die sogenannte NATO-Pipeline) anzuschließen.

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Pro Jahr werden am Flughafen Stuttgart rund 235000 Kubikmeter benötigt. Foto und Copyright: Flughafen Stuttgart  

 

Bis 2017 soll die Anbindung an das von Tübingen nach Aalen verlaufende Teilstück der Pipeline erfolgen und der Flugzeugtreibstoff Kerosin nicht mehr über die Straße transportiert werden. Die mögliche Einsparung an CO2 durch wegfallenden Lkw-Verkehr beträgt laut Informationen des Flughafens bis zu 650 Tonnen pro Jahr. Zwei mögliche Trassenkorridore stehen zur Diskussion: Zum einen eine Variante parallel zur Autobahn  A8, die andere parallel zur B27. Die Rohre mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern werden in 1,20 bis 1,50 Meter Tiefe verlegt. Die voraussichtlichen Kosten hängen von der jeweiligen Variante ab, werden aber nach vorläufigen Berechnungen mehr als zehn Millionen Euro betragen.

Die beiden Trassenkorridore sollen am 9. April 2014 in einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Flughafen vorgestellt und diskutiert werden. Am Tag danach werden die zuständigen Behörden, Gemeinden, Träger öffentlicher Belange und weitere Interessensgruppen in einer separaten Veranstaltung, dem so genannten Scopingtermin, offiziell vom Regierungspräsidium Stuttgart über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Bisher wird das Tanklager am Flughafen Stuttgart von Tanklastzügen beliefert. Über 4500 Lkws transportieren jährlich rund 160.000 Kubikmeter Kerosin vom aktuellen Entnahmepunkt Heilbronn zum Flughafen. Weitere Transporte, rund 75000 Kubikmeter im Jahr, kommen von Plochingen, wo der Treibstoff mit Tankwagen der Deutschen Bahn und auch mit Schiffen angeliefert wird. Das Tanklager Heilbronn schließt im Jahr 2017. Die Kerosinversorgung müsste dann vom nächst gelegenen Depot in Honau bei Kehl aus erfolgen. Die einfache Fahrstrecke würde so um 90 Kilometer verlängert. Die Kerosinversorgung ab dem Tanklager Plochingen auszuweiten gilt aufgrund der räumlichen Verhältnisse als schwierig, Schiffe scheiden wegen neuer Sicherheitsvorschriften ab 2018 als Transportmittel aus.

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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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