27.11.2014
FLUG REVUE

Keine Nutzung mehr als AirportFlughafen Zweibrücken findet Immobilien-Investor

Die Immobilienentwicklungsgesellschaft TRIWO AG kauft den Flugplatz Zweibrücken und will rund 17 Millionen Euro investieren, um das Gelände als Gewerbepark, Kfz-Teststrecke und Verkehrssonderplatz zu nutzen. Passagier- oder Frachtverkehr ist nicht mehr vorgesehen.

Flughafen_Zweibrücken

Der Flughafen Zweibrücken in Rheinland-Pfalz konkurriert mit dem benachbarten Flughafenstandort Saarbrücken im Saarland. Foto und Copyright: Flughafen Zweibrücken  

 

Nach einem Bieterverfahren aufgrund der Insolvenz des Flughafens Zweibrücken hat sich der Gläubigerausschuss, dem unter anderen das Land Rheinland-Pfalz, der kommunale Zweckverband Zweibrücken und ein Arbeitnehmervertreter angehören, einstimmig für einen Verkauf an die TRIWO AG ausgesprochen. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Die 1972 in Trier gegründete Immobilienentwicklungsgesellschaft will den Airport jedoch nicht mehr als Passagier- oder Frachtflughafen nutzen, sondern als Gewerbepark, Kfz-Teststrecke und Verkehrssonderplatz. Daher muss der Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner den 23 verbliebenen Mitarbeitern kündigen. Allerdings konnte laut seiner Mitteilung in Zusammenarbeit mit den Beteiligten für eine Vielzahl von Arbeitnehmern bereits eine neue Beschäftigungslösung gefunden werden. Bereits zum 4. November mussten rund drei Viertel von ursprünglich 101 Beschäftigten freigestellt werden, weil der Flughafen in einen Winter-Ruhezustand versetzt wurde.

„Auch wenn nach dem neuen Erwerberkonzept leider keine Übernahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorgesehen ist, sind wir zuversichtlich, dass es mit der TRIWO AG als neuem Investor beim Flughafen Zweibrücken wirtschaftlich vorangeht und neue Arbeitsplätze geschaffen werden - und zwar mittelfristig mehr, als bisher auf dem Flughafengelände vorhanden waren. Unabhängig davon ist es positiv, dass viele Mitarbeiter bereits eine Anschlussbeschäftigung, insbesondere auch im Landesdienst und bei den kommunalen Gesellschaften gefunden haben“, teilte das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz in einer ersten Stellungnahme mit.

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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