08.07.2010
FLUG REVUE

Flughafenverband ADV kritisiert Koalitionsvertrag von Rot-Grün in NRW

Unter der Überschrift "Luftverkehr-Zukunft gestalten und Interessensausausgleich herstellen" haben die NRW SPD und Bündnis 90 / Die Grünen NRW ihre Vorhaben für den Luftverkehr im heute veröffentlichten Koalitionsvertrag zusammengestellt.

Zu den Vorschlägen erklärt der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen): Der Flughafenverband ADV bewertet es positiv, dass sich die zukünftige Landesregierung zum Lärm- und Umweltschutz im Luftverkehr bekennt.

"Die deutschen Flughäfen stehen hier zu ihrer Verantwortung und unterstützen die Weiterentwicklung von umweltbezogenen Start- und Landeentgelten", erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Auch das angekündigte Anreizsystem für den Einsatz lärmarmer Flugzeuge bewertet die ADV als gute Grundlage. Diese Strategie verfolgen die deutschen Verkehrsflughäfen bereits seit Jahrzehnten erfolgreich.

Kritisch bewertet der Flughafenverband ADV hingegen, dass Rot-Grün im Koalitionsvertrag eine Beschneidung der Nachtflugmöglichkeiten an allen Flughafenstandorten in NRW angekündigt hat. Von den Plänen wird die international ausgerichtete Reise- und Logistikbranche besonders betroffen sein. "Eine zukunftsweisende Luftverkehrspolitik braucht den Erhalt von Nachtflugmöglichkeiten an ausgewählten Standorten. Unterm Strich würden die Vorschläge von Rot-Grün hier zu einer Schwächung der Flughäfen in NRW, der gesamten Luftverkehrswirtschaft und des Wirtschaftsstandorts NRW führen", so ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel und ergänzt: "Die neue Landesregierung wird sich bei ihren Aktivitäten an den geltenden Genehmigungen der Flughafenstandorte in NRW orientieren müssen."

Die geplanten Nachtflugrestriktionen würden zu Abwanderungseffekten von Unternehmen führen und Arbeitsplätze bedrohen. "Ein fairer Ausgleich der Interessen bedeutet, dass man die berechtigten Bedürfnisse der Anwohner nach Schutz vor Lärm und Schutz der Nachtruhe und die Erfordernisse der prosperierenden Wirtschaft in NRW in Einklang bringt. Der Wirtschaftsstandort Deutschland und seine Bürgerinnen und Bürger sind von Mobilität und internationaler Verflechtung abhängig", so Ralph Beisel abschließend.




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