07.10.2014
FLUG REVUE

Nach der PrivatisierungFlugplatz Cottbus sucht Interessenten

Der Flugplatz Cottbus-Drewitz befindet sich nun im Besitz der Flacks Group. Die Investmentgruppe mit Sitz in Luxemburg will neue Kunden werben und den Flugplatz weiterentwickeln. Im nächsten Jahr soll das GPS-Instrumentenflugverfahren eingeführt werden.

A400M Cottbus-Drewitz Mai 2012

Am 23. Mai 2012 absolvierte der A400M-Prototyp "Grizzly 2" Rollversuche auf der Grasbahn in Cottbus-Drewitz (Foto: Airbus Military).  

 

„Mit seiner Privatisierung stehen dem Flugplatz Cottbus-Drewitz jetzt völlig neue Möglichkeiten offen“, sagte Michel Rybkin, Repräsentant des neuen Eigentümers Flacks Group, anlässlich des 10. Tages der Luft- und Raumfahrt Berlin-Brandenburg in Wildau. „Wir als private Gesellschaft können viel flexibler auf die Bedürfnisse von am Standort interessierten Unternehmen reagieren und uns deren konzeptionellen Vorstellungen anpassen, als dies der bisherigen kommunalen Betreibergesellschaft möglich war“. Als Vorteile des Flugplatzes sieht er die gute verkehrstechnische Lage mit direkten Anbindungen an das Straßen- und Bahnnetz und der Position im Wirtschaftsraum des Landkreises Spree-Neiße. Nach den Berliner Flughäfen habe er den höchsten Status an Betriebsgenehmigungen und ist sowohl für den gewerblichen als auch den nicht-gewerblichen Flugverkehr zugelassen. "Der Flugplatz hat nicht nur als einziger im Land Brandenburg Instrumentenanflugverfahren, sondern auch keine Einschränkungen im Nachtflugbetrieb. Daher sind wir immer ‚open for business‘. Außerdem ist der Flugplatz noch unbebaut, sodass Unternehmen, die sich auf dem Flugplatzgelände ansiedeln wollen, Raum zur Entfaltung haben“, erläutert der Repräsentant des luxemburgischen Investors.

Um im Wettbewerb mithalten zu können will das Unternehmen die Technik des Flugplatzes auf dem aktuellen Stand halten und im ersten Halbjahr 2015 das GPS-Instrumentenanflugverfahren einführen. Cottbus-Drewitz verfügt über eine 2484 m lange Betonpiste. Seit Kurzem ist der Flugplatz außerdem Gründungsmitglied des Flughafenverbandes flyBB e.V., einem Zusammenschluss von 14 Flughäfen und Flugplätzen in Berlin und Brandenburg. Rybkin hofft auf Interessenten: „Angesichts dieser idealen Voraussetzungen freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit vielen interessanten Investoren, die sich mit ihren Vorstellungen in die künftigen konzeptionellen Entwicklungen des Standorts einbringen wollen.“

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flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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