02.08.2012
FLUG REVUE

Fraport AG: Qualifizierungsprogramm für BerufseinsteigerFraport AG qualifiziert Berufseinsteiger

Angesichts steigenden Personalbedarfs und eines Mangels an geeigneten Bewerbern mit Wunschqualifikation will die Fraport AG künftig auch Berufsbewerber einstellen, die noch keine perfekte Qualifikation besitzen. Bei Fraport werden dann die nötigen Ergänzungen bis zur Ausbildungsreife nachgeholt.

Die Fraport AG biete ein neues Projekt zur Integration junger Menschen in das Arbeitsleben an, teilte der Flughafenbetreiber mit. Es richte sich an Bewerber, welche die Einstellungskriterien für die Berufsausbildung bei vielen Unternehmen nicht erfüllten. Unter dem Titel „Startklar“ werde nun jährlich zwölf Bewerbern die Chance gegeben, in einem achtmonatigen Programm die Ausbildungsreife zu erlangen. Der erste Jahrgang starte im Herbst diesen Jahres und solle mit einer Mischung aus schulischer Qualifikation, der Vermittlung von fachlichen Grundlagen, sozialpädagogischer Begleitung und Sport für die Teilnehmer eine Brücke in die Berufsausbildung bauen. Der Flughafenbetreiber arbeite mit der Agentur für Arbeit Frankfurt am Main, der IHK Frankfurt am Main sowie der Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH in Langen zusammen.

Fraport-Arbeitsdirektor Herbert Mai sagte: „Viele junge Bewerberinnen und Bewerber verfügen nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule leider noch nicht über die nötige Reife, um direkt in eine Ausbildung einsteigen zu können.“ Besondere Probleme an der Schwelle zur beruflichen Ausbildung hätten Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulabschluss und als besonders schwierig stelle sich die Situation für Jugendliche mit Migrationshintergrund dar. Nach neuesten Statistiken hätten sogar Absolventen mit einem mittleren Schulabschuss zunehmend Übergangsprobleme.

„Das Programm 'Startklar' ist die von gesellschaftlicher Verantwortung und betrieblichen Notwendigkeiten getragene Antwort unseres Unternehmens auf diese Situation. Das Programm hilft jungen Menschen, bestehende Defizite abzubauen, um im Wettbewerb mit anderen Bewerbern erfolgreich bestehen zu können und die eigenen beruflichen Perspektiven zu verbessern“, so Mai. 

Das Programm sei auch eine Reaktion auf die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Gewinnung von ausreichend qualifiziertem Nachwuchs. Fraport-Personalchefin Silke Niehaus räumte ein, dass Fraport für den Ausbildungsstart im September 2012 erstmals mit erheblichen qualitativen Rekrutierungsproblemen für die technischen Ausbildungsberufe konfrontiert gewesen sei. Deshalb sei „Startklar“ auch ein weiteres wichtiges Instrument zur Gewinnung junger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Fraport AG als einer der größten Arbeitgeber der Region übernehme damit auch gesellschaftliche Verantwortung. Neben dem umfangreichen Ausbildungsangebot führe die Fraport bereits seit 1999 das Qualifizierungsprogramm „Jugend Mobil“ durch, mit dem jährlich bis zu 24 männliche Arbeitslose ab 18 Jahren auf Tätigkeiten bei den Bodenverkehrsdiensten vorbereitet würden. 

Die Fraport AG habe sich in ihrem „Zukunftsvertrag 2018“ dazu verpflichtet, jedes Jahr mindestens 110 Ausbildungsplätze anzubieten. Die hohe Nachfrage nach Nachwuchsfachkräften habe dazu geführt, dass Fraport das Ausbildungsangebot für das Jahr 2012 auf insgesamt 138 Plätze und für das Jahr 2013 auf bis zu 125 Plätze erhöht habe.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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