05.11.2009
FLUG REVUE

Fraport: Kostensenkungen notwendig

Um die Milliarden-Investitionen am Flughafen Frankfurt stemmen zu können, sind in den nächsten Jahren deutliche Ertragssteigerungen, ein enges Kostenmanagement und Wachstum nötig, erklärte der neue Flughafenchef Dr. Stefan Schulte.

"Wir investieren derzeit etwa eine Milliarde Euro pro Jahr in die Modernisierung und Erweiterung unserer Flugbetriebsanlagen einschließlich des Ausbaus – und jede Milliarde Euro Investition bedeutet etwa 100 Millionen Euro pro Jahr zusätzliche Aufwendungen alleine für Zinsen und Abschreibungen", machte Schulte deutlich. Auch diese müssen verdient werden, insbesondere durch das erwartete Verkehrswachstum und die Steigerung der Erträge im Retail, aber auch über die Erhöhung der Flughafen-Entgelte. "Dies ist in der jetzigen Situation sicherlich für alle Beteiligten nicht einfach, aber die zusätzlichen Kapazitäten kommen den Airlines und deren Kunden letztlich ebenso zugute", erklärte der Fraport-Chef.

Doch nicht nur auf der Erlös-, sondern auch auf der Kostenseite sei Fraport aktiv, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens maßgeblich zu verbessern. So seien die Verhandlungen zur Zukunft der Bodenverkehrsdienste auf einem guten Weg. Betriebsrat wie Arbeitgeber verfolgten das gemeinsame Ziel, das Geschäftsfeld sowie die Arbeitsplätze in der Fraport AG zu erhalten. Hierzu führe man konstruktive Gespräche mit dem Ziel, wettbewerbsfähige Strukturen zu schaffen – um insbesondere zusätzliche Verkehre noch effizienter abwickeln zu können.

Mit dem Programm Fitness@Fraport2011 werden durch einen veränderten Zuschnitt von Verantwortungen – zentral wie dezentral – Synergiepotenziale realisiert sowie Strukturen und Schnittstellen zwischen den Geschäftsbereichen und den Service­bereichen vereinfacht. "Es geht um unsere Fitness für den Ausbau und darum, die Geschwindigkeit und Qualität unserer Arbeit zu erhöhen", erklärte Schulte. "Wir werden eine klare Abgrenzung von zentralen und dezentralen Aufgaben vornehmen und die Querschnitts- und Unterstützungsfunktionen in der Zentrale bündeln. Damit entlasten wir die Geschäftsbereiche von administrativen Aufgaben und erreichen eine Konzentration auf die jeweiligen Kernkompetenzen."



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