16.11.2009
FLUG REVUE

Fraport und Gewerkschaften einig über Zukunft der Bodenverkehrsdienste

Ein neuer Vertrag soll die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Bodenverkehrsdienste des Konzerns sichern. Ein Streik wurde abgewendet.

Die Fraport AG und die Gewerkschaften ver.di und komba einigten sich am Sonntagabend über die Eckpunkte eines neuen Tarifwerks. "Wir haben nach sehr intensiven Gesprächen am Ende ein akzeptables Ergebnis erzielt", erklärte Fraport-Chef Schulte. Wichtig sei, dass man einen Streik am Flughafen Frankfurt abwenden und das gemeinsame Ziel erreichen konnte, das integrierte Geschäftsmodell fortzuführen.

Fraport-Arbeitsdirektor Mai hob die wesentlichen Eckpunkte des neuen Tarifwerks hervor. So habe man sich auf die Einführung abgesenkter Entgeltregelungen für Neueinstellungen - insbesondere für die operativen Tätigkeiten bei den Bodenverkehrsdiensten - geeinigt, weiter auf den Verzicht auf die Ausgliederung von Geschäftsbereichen, eine Besitzstandsregelung für Bestandsbeschäftigte, eine wirtschaftlichere Neuregelung der Wechselschicht-Regularien, die Zusage zur Fortsetzung der Altersteilzeit für operative Beschäftigte bei den Bodenverkehrsdiensten und weitgehende Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden.

"Das Tarifwerk sieht darüber hinaus vor, dass zu den jetzt vereinbarten Konditionen erforderliche Neueinstellungen für die Bodenverkehrsdienste auch wieder bei der Fraport AG erfolgen werden. Die Laufzeit ist bis Ende 2018 vorgesehen", erklärte Mai.

Das Eckpunktepapier ist in Zusammenhang zu sehen mit dem Zukunftsvertrag 2018, dem der Fraport-Betriebsrat heute ebenfalls zugestimmt hat. Mit diesem Zukunftsvertrag wird der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis Ende 2018 erklärt. Im Gegenzug schmelzen übertarifliche materielle Leistungen kontinuierlich ab.



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