11.07.2014
FLUG REVUE

DFS stellt neue Lärmminderungsverfahren vorGrößere Höhen für An- und Abflüge am Flughafen Frankfurt

Die Deutsche Flugsicherung hat der Fluglärmkommission Frankfurt neue lärmmindernde Verfahren für den Frankfurter Flughafen vorgestellt. Nach diesen Verfahren sollen die Verkehrsflugzeuge im Gegenanflug höher sein. Der Testbetrieb soll im Oktober beginnen.

Frankfurt Landefeuer

Die DFS will ab Oktober am Frankfurter Flughafen neue Anflugverfahren erproben. © Foto und Copyright: Fraport/Andreas Meinhardt  

 

Unter dem Begriff „MAR“, „Modified Arrival Routes“,  werden die Flughöhen vor und auf dem ersten Teil des Gegenanfluges um rund 1000 Fuß (305 m) angehoben. Je nach Betriebsrichtung würden, so die DFS, im Norden der Main-Taunus-Kreis, der Rheingau- und Hochtaunuskreis, die Wetterau, der Vogelsberg und das nördliche Stadtgebiet von Frankfurt profitieren. Im Süden würden es die Landkreise Aschaffenburg, Darmstadt-Dieburg, Mainz-Bingen und Offenbach sein.

Dadurch, dass Anflüge in größeren Höhen geführt werden, könnten auch die darunter startenden Abflüge kontinuierlich steigen und somit schneller an Höhe gewinnen. Auch die Bevölkerung unterhalb der Abflugrouten werde entlastet. Die DFS wird „MAR“ zunächst in einem Probebetrieb ab dem 31. Oktober 2014 testen.

Schon seit Herbst 2012 erprobte die DFS weitere Maßnahmen, darunter die Anhebung des Gleitweges des Instrumentenlandesystems auf der Landebahn Nordwest von drei auf 3,2 Grad. Die Eindrehvorgänge über Mainz und Offenbach wurden verschoben, die Flughöhen auf den Gegenanflügen schon einmal um 1.000 Fuß angehoben. Da die rund 20-monatige Testphase erfolgreich verlaufen ist, sollen diese Verfahren nun in den Regelbetrieb überführt werden.

Beim 3,2 Grad-Anflugwinkel für die Nordwestlandebahn allerdings muss eine Ausnahme-Genehmigung des Bundesverkehrsministeriums abgewartet werden, weil dieses Verfahren nicht den Regeln der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO entspricht.



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