17.03.2015
FLUG REVUE

Yangtze River Express zieht nach München umFrankfurt-Hahn verliert wichtigen Frachtkunden

Der Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück verliert einen wichtigen Frachtkunden. Die chinesische Frachtfluggesellschaft Yangtze River Express verlagert ihr Geschäft aus Rheinland-Pfalz nach Süddeutschland, um näher an ihre Kunden zu rücken.

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Die Frachtjumbos von Yangtze River Express verlassen Frankfurt-Hahn und starten künftig aus Süddeutschland nach China. Foto und Copyright: Frankfurt Hahn Airport  

 

Die Frachtfluggesellschaft Yangtze River Express Airlines Co., Ltd. werde ihre Flugzeuge vom Hahn abziehen, teilte der Flughafen Frankfurt-Hahn am Dienstag mit. Grund seien Verlagerungen der Geschäftsprozesse: Ein Großteil der von Yangtze River Express verladenen Fracht komme aus dem süddeutschen Raum sowie aus Norditalien. Deswegen verlagere die Airline ihren Standort Richtung Süddeutschland.

„Wir bedauern den Rückzug außerordentlich“, sagte Flughafen-Geschäftsführer Markus Bunk. Das Frachtgeschäft stehe unter starken Wettbewerbsdruck. Jede Airline prüfe genau, mit welchen Schritten sie Kosten sparen kann. Sun Haidong, General Manager Sales & Marketing bei Yangtze River Express, sagte: „Die Nachfrageveränderungen, Kundenanforderungen und die Marktdurchdringung machten eine Restrukturierung unausweichlich. Der Flughafen Hahn hat exzellent gearbeitet und wir waren hier vollauf zufrieden."

„Wir werden nun alle Kräfte bündeln, um uns neuen Kunden als attraktiver Standort mit einer 24-Stunden-Betriebsgenehmigung ohne Beschränkungen, flexiblen Start- und Landemöglichkeiten sowie einer schnellen Abfertigung zu präsentieren“, sagte Flughafen-Geschäftsführer Markus Bunk. „Für internationale Fluggesellschaften sind wir ein attraktiver Standort im Herzen Europas“, fügt er hinzu. Die Frachtfluggesellschaft Yangtze River Express hatte im Jahr 2014 rund 50.000 Tonnen Fracht über den Flughafen Frankfurt-Hahn abgewickelt. Der Flughafen verliert durch den Wegzug neun Prozent seines Umsatzes.



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