26.09.2014
FLUG REVUE

Erste Angebote im Oktober?Hoffnung für Flughafen Zweibrücken

Auf der Suche nach Investoren für den in Insolvenz geratenen Flughafen Zweibrücken hat es mehrere Interessensbekundungen gegeben. Die Verhandlungen sollen nach Möglichkeit bis Ende Oktober abgeschlossen werden.

Flughafen_Zweibrücken

Der Flughafen Zweibrücken in Rheinland-Pfalz konkurriert mit dem benachbarten Flughafenstandort Saarbrücken im Saarland. Foto und Copyright: Flughafen Zweibrücken  

 

Durch Zahlungen des bisherigen Hauptkunden TUIfly und anderer Kunden ist laut Flughafen die Abwicklung des Flugplans in Zweibrücken vorerst bis zum Ende des Sommerflugplans gesichert, sofern die gegenwärtigen Rahmenbedingungen beibehalten werden. Der Weiterbetrieb danach hänge von den Fortschritten bei den Investorengesprächen und der weiteren finanziellen Unterstützung durch Kunden und Geschäftspartner ab. „Es sind Interessensbekundungen eingegangen. Wir werden nun im nächsten Schritt nach der Unterzeichnung von Vertraulichkeitsvereinbarungen weitere Informationen mit den Interessenten austauschen. In der ersten Oktoberhälfte sollen erste indikative Angebote auf dem Tisch liegen“, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner mit. Im Anschluss daran soll dann die finale Verhandlungsphase beginnen und nach Möglichkeit bis Ende Oktober auch abgeschlossen sein. „Klar ist, dass wir langfristig den Betrieb einstellen müssen, wenn es keine Aussicht gibt, einen Investor für den Flughafen zu finden“, machte Plathner deutlich.

Parallel zum Investorenprozess werden mehrere Konzepte geprüft, wie und in welchem Umfang der Flugbetrieb nach dem Ende des Sommerflugplans fortgeführt werden kann. „Wir brauchen dafür weitere, insbesondere finanzielle Unterstützung unserer Kunden und aller derjenigen, die ein Interesse am Fortbestand des Flughafen Zweibrückens haben. Diese Konzepte werden den Kunden Ende September bzw. Anfang Oktober vorgestellt werden. Nur wenn wir hier schnell konkrete Zusagen bekommen, können wir den Flugbetrieb im November und unter Umständen auch darüber hinaus aufrechterhalten“, sagte Plathner. Seit Beginn des vorläufigen Insolvenzverfahrens lief der Flugbetrieb gemäß des Airports reibungslos. Mit 41554 Passagieren konnte der Flughafen Zweibrücken sogar den passagier- und umsatzstärksten August seit fünf Jahren verbuchen. „Das ist ein absolut herausragendes Ergebnis. Das war so nicht vorhersehbar und zeigt die Treue der Kunden zum Flughafen“, sagte der Insolvenzverwalter.

Besonderes Lob zollte Plathner in diesem Zusammenhang Geschäftsführung und Mitarbeitern. „Ihr Einsatz und ihr Engagement sind vorbildlich. Trotz der insolvenzbedingten Unsicherheit legen sich hier alle ins Zeug und machen in den Bereichen, in denen es notwendig ist, auch klaglos Überstunden.  Auch das erlebt man als Insolvenzverwalter äußerst selten.“ Dabei gebe es für Interessenten am Flughafen Zweibrücken auch jetzt noch die Möglichkeit, Interessensbekundungen oder Angebote abzugeben. „Die Tür ist weiter für jeden offen, sich an dem offenen Bieterverfahren zu beteiligen“, betonte Plathner.

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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