27.11.2013
FLUG REVUE

Futuristische Flugzeuge und umweltfreundlichere AbläufeLeuchtturmprojekt „Airport 2030“ in Hamburg

Die Ideen für den Flughafen der Zukunft entstehen in Hamburg. Forscher des DLR sowie zahlreiche industrielle und universitäre Forschungspartner präsentieren am 27. und 28. November 2013 im Konferenzzentrum des Hamburger Flughafens ihre abschließenden Ergebnisse.

Es geht darum, wie der Flughafen von morgen auf dem Vorfeld und im Terminal leistungsfähiger und effizienter wird, wie das umliegende Verkehrsnetz enger anzubinden ist und welche technologischen Neuheiten auch im Gesamtsystem Luftfahrt ihre Vorteile ausspielen. Immerhin entfallen bei Kurzstreckenflügen bis zu 70 Prozent der Reisezeit auf die Flughafenprozesse sowie den landseitigen Zu- und Abgang. Fliegen soll zukünftig noch ökonomischer, ökologischer und komfortabler werden, unter Beibehaltung der gewohnt hohen Luftfahrt-Sicherheitsstandards.

Mit der Leitung des Projekts ist das DLR-Institut für Lufttransportsysteme maßgeblich am Spitzencluster „Neues Fliegen“ beteiligt. Im September 2008 gewann der Luftfahrtstandort Hamburg den Clusterwettbewerb des Ministeriums mit einer Fördersumme von rund 40 Millionen Euro. Nach einer Periode von fünf Jahren läuft die Förderung, die im Rahmen der Spitzencluster-Initiative des Bundesministeriums für Bildung- und Forschung gewährt wurde, nun aus. In Hamburg ist das weltweit drittgrößte Netzwerk der zivilen Luftfahrtindustrie beheimatet.

Das Ziel bei der zukünftigen Passagierabfertigung ist klar: Möglichst viele Reisende sollen in möglichst kurzer Zeit den Flughafen passieren und Richtung Flugziel starten. Für die interkontinentale Langstrecke stellt sich die Frage nach größeren Luftfahrzeugen, die Passagiere am Flughafen effizient bündeln. Gegenwärtig erfüllt der Airbus A380 als größtes Passagierflugzeug der Welt diese Aufgabe. Für die Zukunft hat das DLR-Institut für Lufttransportsysteme im Rahmen von Airport 2030 untersucht, wie sich ein gegenüber konventionellen Flugzeugen deutlich anders geformter Blended Wing Body (BWB) in die Abläufe am Flughafen einfügt. Bei einem Blended Wing Body sind die Tragflächen fließend in einen breiten flügelartigen Rumpf integriert, der bis zu 750 Passagiere aufnehmen kann. Die Wissenschaftler interessieren sich dafür, inwieweit solch ein deutlich anderes Flugzeug weiter die Start- und Landebahnen, Rollwege und Parkplätze nutzen kann. Durch die höhere Lage der Tragflächen bringt die Abfertigung eines BWB-Flugzeugs einige Änderungen beim Betanken, Enteisen, den Triebwerkschecks und der Gepäckabfertigung mit sich. Allerdings kann die jetzige Infrastruktur weitgehend genutzt werden.

Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Matthias Gründer



  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App