08.10.2015
FLUG REVUE

Flugzeugfans sind jung und weitgereistLondon City Airport analysiert Hobby-"Spotter"

Der London City Airport (LCY) hat eine Studie zur Freizeitbeschäftigung "Planespotting" durchgeführt. Planespotting ist das Beobachten und Fotografieren von Flugzeugen in unmittelbarer Nähe eines Flughafens. Das Ergebnis der Studie bricht mit gängigen Klischees über Flugzeugbeoachter.

London City Airport Studie Spotter

"Spotter" sind begeistert bei der Sache und fliegen für ihr Hobby auch längere Strecken, fand der London City Airport in einer Studie heraus. Foto und Copyright: London City Airport  

 

Ziel der Spotter sei es, möglichst schöne Bilder von möglichst seltenen Flugzeugen während des Lande- oder Startvorgangs aufzunehmen. Planespotter entsprächen keineswegs dem klischeebehafteten Bild eines "älteren Herrn im Anorak mit Fernglas um den Hals und Thermoskanne in der Hand sowie einem Flugzeuglexikon griffbereit in der Tasche", meldete der London City Airport am Donnerstag.

Seine Studie basiere auf der Befragung von insgesamt 233 Flugzeug-Spottern und habe ergeben, dass Planespotting bei weitem kein alleiniges Hobby der älteren Generation sei: Fast die Hälfte der Befragten sei unter 25 Jahren (43 Prozent), und nur sechs Prozent hätten angegeben, dass sie sich bereits im Rentenalter befänden. 

Ein weiteres Ergebnis sei, dass 56 Prozent der befragten Planespotter für ihre Freizeitbeschäftigung sogar Langstreckenflüge zu ihren Traumflughäfen durchführten. Ein Drittel der Befragten sei dafür schon in die USA und nach Australien geflogen, einer von sieben bereits nach Asien.

Außerdem falle auf, wie intensiv die Flugzeug-Spotter ihrer Leidenschaft nachgingen: 35 Prozent „spotten“ mindestens einmal wöchentlich, und 70 Prozent der Befragten spotten mehr als drei Stunden am Stück.

Der in den Londoner Docklands, dem heutigen Finanzzentrum, neu errichtete Stadtflughafen London City Airport (LCY) nahm 1987 den Betrieb auf. Heute reisen jährlich rund vier Millionen Fluggäste über diesen Flughafen nach beziehungsweise ab London. Davon sind 57 Prozent Geschäftsreisende. Zehn Airlines fliegen zu 46 Destinationen. Von Deutschland aus erreichen Reisende ab Dresden, Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg die Themsemetropole via London City Airport.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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