30.06.2009
FLUG REVUE

Öffentliche Banken müssen teurer gewordenen BBI finanzieren

Für den Bau des Hauptstadt-Airports Berlin Brandenburg International BBI haben die Berliner Flughäfen jetzt die Kreditverträge mit acht Banken abgeschlossen. Die Gesamtsumme liegt bei 2,4 Milliarden Euro. Größter Geldgeber ist die Europäische Investitionsbank (EIB).

Die EIB steuert eine Summe von einer Milliarde Euro an der Finanzierung beteiligt. Die KfW IPEX-Bank, die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) sowie die Investitionsbank Berlin (IBB) steuern jeweils 310 Millionen Euro zur BBI-Finanzierung bei. Die weiteren beteiligten Banken sind die Landesbank Berlin und die Norddeutsche Landesbank (jeweils 150 Millionen Euro), die DZ Bank (100 Millionen Euro) sowie die Berliner Volksbank (70 Millionen Euro). Damit sind die weiteren Bauabschnitte finanziell abgesichert: Ende Oktober 2011 soll der BBI eröffnen.

Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen: „Das BBI-Projekt hat in diesem Jahr so richtig Fahrt aufgenommen: Seit gut 1.000 Tagen wird gebaut, wir sind gut im Plan, die Finanzierung steht. Unser Ziel ist ambitioniert, aber realistisch: 2011 wird die deutsche Hauptstadtregion mit dem BBI einen leistungsfähigen Airport erhalten, mit dem sie in die Top 10 der europäischen Luftverkehrsstandorte vorstoßen kann. Mit dem BBI können wir der Zukunftsbranche Luftverkehr eine Verdopplung der in Berlin bestehenden Kapazitäten anbieten.“

Die BBI-Kreditsumme in Höhe von 2,4 Milliarden Euro wird durch eine hundertprozentige Bürgschaft der Flughafen-Gesellschafter abgesichert (Bundesrepublik Deutschland 26 Prozent, Berlin und Brandenburg je 37 Prozent). Hierfür werden die Berliner Flughäfen ein angemessenes Bürgschaftsentgelt entrichten. Das BBI-Bürgschaftsmodell ist vereinbar mit den Wettbewerbsregeln der Europäischen Kommission: Am 13. Mai dieses Jahres hatte die Kommission im Rahmen eines sogenannten Notifizierungsverfahrens grünes Licht gegeben und damit den Weg für die finalen Verhandlungen mit den Banken frei gemacht.

Insgesamt steht die BBI-Finanzierung auf drei Standbeinen: Neben der Kreditaufnahme in Höhe von 2,4 Milliarden Euro steuern die drei Gesellschafter der Berliner Flughäfen 430 Millionen Euro bei. Auch dieser Finanzierungsanteil ist von der Europäischen Kommission in ihrer Notifizierungsentscheidung vom 13. Mai dieses Jahres positiv beschieden worden. Drittes Standbein der BBI-Finanzierung ist der Eigenfinanzierungsbeitrag der Berliner Flughäfen in Höhe von 440 Millionen Euro, die im Zeitraum von 2005 bis 2011 zu erwirtschaften sind.

Zudem kündigte Flughafenchef Schwarz an, die BBI-Eröffnungskapazität von bislang 22 bis 25 Millionen auf bis zu 27 Millionen Passagiere anzuheben. Schwarz: „Die Berliner Flughäfen haben in den vergangenen Jahren die bundesweite Marktentwicklung stets übertroffen. Auch in der Krise zeigt sich der Berliner Markt sehr robust. Wir verlieren weniger Passagiere als alle anderen großen deutschen Airports und haben uns fest als Nummer 3 in Deutschland etabliert.“




  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App