05.07.2012
FLUG REVUE

Proteste gegen weitere Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste

Delegationen von Mitarbeitervertretern vieler europäischer Flughäfen protestieren heute vor dem Europaparlament aus Anlass der drohenden Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste. Zu der Aktion hat die European Transport Workers' Federation (ETF) aufgerufen.

Die EU-Kommission erwägt eine Neuregelung bei den Bodenverkehrsdiensten, die zu Lasten der Beschäftigten ginge. Die 1996 erfolgte erste Liberalisierung hat durch den starken Preis- und Kostendruck bereits zu einer deutlichen Absenkung der Löhne geführt.

Auch die Flughäfen fürchten, dass mit einer weitergehenden Marktöffnung eine Verringerung der Vergütung für die Mitarbeiter und eine Verschlechterung der Qualität bei der Abfertigung verbunden wäre.

Im Bereich der Bodenverkehrsdienste, zu denen u.a. das Betanken, Rangieren und die Be- und Entladung von Flugzeugen zählt, beschäftigen die Flughäfen zwei Drittel ihrer Mitarbeiter.

In seinem Gespräch mit Artur Zasada, dem zuständigen Berichterstatter im Verkehrsausschuss des Europaparlaments, hat ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel heute deutlich gemacht, dass für die Flughäfen die "last line of defence" erreicht ist.

Angesichts der bereits bestehenden Kostenunterdeckungen der Flughäfen im Bereich der Bodenverkehrsdienste sei die Zukunftsfähigkeit des gesamten Geschäftsfelds der Flughäfen bedroht, so Beisel gegenüber dem Abgeordneten. Betroffen hiervon sind nach Angaben des Flughafenverbandes ADV allein in Deutschland über 20.000 Beschäftigte.




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