18.05.2016
FLUG REVUE

Flughafen GenfRoboter Leo hilft Passagieren

Fluggäste am Genfer Airport bekamen in den vergangenen Tagen Unterstützung beim Transport und bei der Abgabe ihres Gepäcks. Das Luftverkehrs-IT-Unternehmen SITA testete den Roboter Leo außerhalb des Terminal 1.

Gepäckroboter SITA von Leo

Der Gepäckroboter Leo greift am Flughafen Genf Passagieren unter die Arme. Foto und Copyright: Screenshot SITA  

 

Leo ist ein vollautonomer, selbstfahrender Gepäckroboter, der von SITA entwickelt und von BlueBotics gebaut wurde. Er kann den Check-In übernehmen, Gepäcketiketten drucken und zwei Koffer mit einem Gewicht von bis zu 32 Kilogramm transportieren. Nach Angaben von SITA ist Leo ein Blick in die Zukunft der Gepäckabfertigung und der erste Schritt, den Prozess zu beschleunigen und zu automatisieren.

Leo bietet seine Hilfe an, sobald sich Passagiere dem Terminalgebäude nähern. Nachdem sie die "Scan&Fly"-Schnittstelle berühren, öffnet sich das Gepäckfach des Roboters. Die Fluggäste scannen ihre Boardingpässe und Leo druckt die Gepäcketiketten, die dann noch an den Koffern befestigt werden müssen. Dann schließt sich das Gepäckfach und Leo zeigt das Gate und die Abflugzeit an.

Der Roboter bringt die Koffer zum Gepäckabfertigungsbereich, wo sie zum richtigen Flug weitergeleitet werden. Laut SITA können nur Mitarbeiter der Gepäckabfertigung die Türen des Roboters öffnen.

Weniger Gepäckstücke im Terminal

"Leo zeigt, dass Roboter der Schlüssel zu einer effektiveren, sichereren und intelligenteren Gepäckabfertigung sind", sagt Dave Bakker, President Europe bei SITA. In einem vielbesuchten Flughafen wie Genf verringere der Einsatz eines Roboters wie Leo die Anzahl der Gepäckstücke im Terminal. "Das hilft uns, eine zunehmende Zahl an Passagieren aufzunehmen, ohne das Flughafenerlebnis im Terminal zu beeinflussen", so Massimo Gentile, Leiter der IT am Flughafen Genf.

Auch an anderen Flughäfen wird mit Robotern experimentiert. Im März wurden die Tests mit dem von der EU geförderten Roboter Spencer am Flughafen Amsterdam abgeschlossen. Spencer sollte Passagiere zum richtigen Gate leiten. An seiner Entwicklung waren unter anderem die Universitäten Freiburg und München sowie die RWTH Aachen beteiligt.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Ulrike Ebner



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