29.04.2013
FLUG REVUE

Rückläufige Verkehrsentwicklung an deutschen Airports

Die Verkehrsentwicklung an den 22 deutschen Verkehrsflughäfen ist seit Jahresbeginn stark rückläufig. Das zeigen die Verkehrszahlen für das 1. Quartal, die der Flughafenverband ADV heute in Berlin veröffentlicht hat.

Verkehrszahlen deutsche Airports 1. Quartal 2013

Die Verkehrsentwicklung an den 22 deutschen Verkehrsflughäfen ist seit Jahresbeginn stark rückläufig. Grafik und Copyright: Flughafenverband ADV  

 

Im ersten Quartal bewegte sich das Fluggastaufkommen an den 22 Verkehrsflughäfen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Von Januar bis März wurden an den deutschen Verkehrsflughäfen insgesamt 40,4 Millionen Passagiere gezählt. Dies entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres.

Ursächlich für den Rückgang sind die langfristigen Trends aus den Belastungen der Luftverkehrsentwicklung und den Angebotskürzungen der Airlines. Diese werden durch Sonderentwicklungen noch verstärkt. Hierzu zählen insbesondere die Flugstreichungen aufgrund des harten Winterwetters und aufgrund der mehrtägigen Streiks des Sicherheitspersonals. Die Streckenstreichungen und Frequenzreduzierungen der Airlines bekommen vor allem Regionalflughäfen sowie kleinere und mittelgroße Verkehrsflughäfen in Form von deutlichen Verkehrsrückgängen (gemessen in Passagieren bzw. Flugbewegungen) zu spüren. Besorgniserregend ist, dass jetzt auch die Verkehrsentwicklung an den großen Flughäfen stagniert bzw. rückläufig ist.

Die Analysen des Flughafenverbandes zeigen, dass aufgrund der Flugstreichungen vor allem der innerdeutsche Verkehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich eingebrochen ist (-10,2 Prozent). Der innerdeutsche Verkehr ist zudem überproportional von der wettbewerbsverzerrenden Luftverkehrsteuer betroffen. In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld stagnierte der Europaverkehr im ersten Quartal (+/-0,0 Prozent). Im interkontinentalen Flugverkehr konnte nur ein minimales Wachstum von 0,6 Prozent verzeichnet werden.

Die beschriebenen Sondereffekte haben auch zu einer deutlichen Absenkung der gewerblichen Flugbewegungen beigetragen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl der Starts und Landungen um -9,0 Prozent auf 434.393 ab. „Der starke Rückgang bei den Flugbewegungen zeigt die angespannte Situation der Luftverkehrsbranche. Viele Fluggesellschaften ziehen ihre Konsolidierungsprogramme durch, dünnen ihr Streckennetz aus und setzen verstärkt auf größeres Fluggerät“, analysiert ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Die umgeschlagene Luftfracht stieg im ersten Quartal mit gut 1,0 Mio. Tonnen leicht um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.




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