06.04.2009
FLUG REVUE

Fluglotsenstreik am Flughafen StuttgartTowerlotsen in Stuttgart streiken am Montag

Gewerkschaft der Flugsicherung ordnet Streik der Towerlotsen am heutigen 6. April zwischen 16 und 22 Uhr an. Zahlreiche Flugausfälle befürchtet.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat ihre Mitglieder im Kontrollturm des Stuttgarter Flughafens heute zu einem Streik aufgerufen. Dies teilte der Bundesvorstand der Gdf heute mit. Der Streik sei zeitlich von 16 bis 22 Uhr befristet. Es werden Flugausfälle befürchtet.

Nachdem ein Streik in der Flughafen-Vorfeldkontrolle praktisch ohne Wirkung geblieben sei, habe die GdF den Streik nun auf den der Deutschen Flugsicherung (DFS) unterstehenden Tower ausgeweitet, teilte die DFS heute mit. Hintergrund des Arbeitskampfs seien Tarifauseinandersetzungen zwischen GdF und der Flughafen Stuttgart GmbH. Die GdF habe für die Mitarbeiter der Verkehrszentrale des Flughafens eine massive Gehaltssteigerung und verbesserte Arbeitsbedingungen gefordert. Diese Mitarbeiter befänden sich seit dem dritten März im Ausstand, bislang, laut DFS, allerdings ohne Wirkung auf den Flugbetrieb. Deshalb habe die Gewerkschaft den Streik nun auf die DFS ausgedehnt.


Leidtragende seien neben dem Flughafen Stuttgart vor allem die Fluggesellschaften und tausende von Passagieren, deren Flüge von und nach Stuttgart ausfallen würden. DFS-Chef Dieter Kaden bezeichnete das Verhalten der Gewerkschaft als unverhältnismäßig.

„Wegen einer Tarifsteigerung für 13 Mitarbeiter des Stuttgarter Flughafens bleiben Tausende von Passagieren am Boden“, erklärte der DFS-Chef. Kaden hatte die Mitarbeiter aufgerufen, dem Streikaufruf nicht zu folgen. An die Verantwortlichen in der GdF appellierte er, zur Vernunft zurückzukehren und den sinnlosen Unterstützungsstreik zu stoppen. Die Fluggesellschaften litten ohnehin unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und könnten zusätzliche Flugausfälle nur schwer verkraften.

Der Flughafen Stuttgart teilte heute mit, dass nach einer Vereinbarung der Deutschen Flugsicherung mit der GdF nur 25 Prozent der geplanten Flüge während des Streiks stattfinden sollten. Militärischer Flugverkehr sowie Einsätze der Polizei seien von dem Streik nicht betroffen.

Die Flughafengesellschaft bedauere Beeinträchtigungen für die Fluggäste. Seitens des Flughafens werde alles unternommen, um Unannehmlichkeiten für die Passagiere so gering wie möglich zu halten. Allen Passagieren werde empfohlen, sich vor Reiseantritt bei ihrer Airline über den Stand ihres Fluges zu unterrichten.




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