09.11.2010
FLUG REVUE

US-Pilotengewerkschaft wegen Strahlengefahr gegen NacktscannerUS-Piloten widersetzen sich "Nacktscannern"

Die amerikanische Pilotengewerkschaft "Allied Pilots Association" (APA) hat ihre Mitglieder aufgefordert, statt "Nacktscanner" zu benutzen, manuelle Sicherheitskontrollen an US-Flughäfen zu verlangen. Grund sei die Gefahr durch die Strahlung der Geräte.

Die amerikanische Pilotengewerkschaft hat ihre 11500 Mitglieder, vor allem Piloten bei American Airlines, in einem Rundschreiben aufgefordert, keine "Nacktscanner" an Flughäfen zu benutzen, um ihre ohnehin hohe Belastung durch ionisierende Strahlung nicht nochmals zu erhöhen.

In dem internen Rundschreiben von APA-Präsident Captain David Bates, das von der Webseite "The Atlantic" im Wortlaut im Internet veröffentlicht wurde, beklagt die APA, dass Piloten ohnehin eine überdurchschnittliche Strahlenbelastung erlitten, die sogar über der von Kernkraftwerksarbeitern liege.

Auf einem einzigen Transatlantikflug könnten bei starker Sonnenaktivität Belastungen im Äquivalent von 100-Röntgenaufnahmen der Brust pro Stunde entstehen. Es gebe bereits einen sich verdichtenden Verdacht überdurchschnittlich häufiger Krebserkrankungen unter Piloten. Deswegen hätten die Piloten Bedenken gegen jede weitere Strahlenbelastung.

Die APA empfehle ihren Mitgliedern, an US-Sicherheitskontrollen grundsätzlich eine ersatzweise nur auf Anfrage mögliche Handabtastung zu verlangen, auch wenn diese unangenehm sei. Die Mitglieder sollten sich dabei korrekt und kooperativ verhalten, Konfrontationen vermeiden und sich bewusst sein, dass sie vermutlich per Video gefilmt würden.




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