29.07.2014
FLUG REVUE

Investorensuche nach InsolvenzantragZweibrücken: Flugbetrieb ist gesichert

Der insolvente Flughafen Zweibrücken hat sich mit Airlines und Lieferanten geeinigt und will seinen Flugbetrieb trotz des Insolvenzverfahrens fortsetzen.

Flughafen_Zweibrücken

Der Flughafen Zweibrücken in Rheinland-Pfalz konkurriert mit dem benachbarten Flughafenstandort Saarbrücken im Saarland. Foto und Copyright: Flughafen Zweibrücken  

 

Der Flugbetrieb auf dem Flughafen Zweibrücken gehe vorerst in vollem Umfang weiter, meldete der Flughafen am Dienstag. Der nach dem Insolvenzantrag der Betreibergesellschaft am 25. Juli 2014 bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner habe sowohl mit den Fluggesellschaften als größten Kunden als auch mit den wichtigsten Lieferanten eine entsprechende Einigung erzielen können. „Der unmittelbare Kollaps ist erst einmal abgewendet. Für die Sicherung der weiteren Zukunft brauchen wir jedoch einen Investor. Deshalb haben wir auch bereits die Suche aufgenommen und erste Gespräche mit potenziellen Interessenten geführt", sagte der Insolvenzverwalter.

Für die nächsten Monate seien die Lohn- und Gehaltszahlungen für die 67 festangestellten Mitarbeiter gesichert. Plathner machte bei der Informationsveranstaltung für die Mitarbeiter deutlich, dass eine Rettung des Flughafens Zweibrücken nur mit einem neuen Investor gelingen könne. „Wir kennen die Vorgeschichte und wissen um die Bedeutung des Flughafens für die Region. Wir werden deshalb alles daran setzen, das Interesse von Investoren am Flughafen Zweibrücken zu wecken und sie von seinen Vorzügen zu überzeugen", so Plathner.

Der rheinland-pfälzische Flughafen Zweibrücken diente zunächst ausschließlich der militärischen Nutzung. Erst der Fall des sogenannten „eisernen Vorhangs" im Jahre 1991 ermöglichte die zivile Nutzung des Flughafens. 2012 verzeichnete Zweibrücken 13.230 Flugbewegungen, rund 243.000 Passagiere wurden dort abgefertigt. Um den Flughafen herum entstand in den letzten Jahren das größte Designer Outlet Center Deutschlands. Darüber hinaus wurden der Multimedia Internet Park (MIP), ein Freizeit- und Erlebnispark, sowie ein breitgefächertes Gewerbeangebot erbaut und geschaffen.

Zweibrücken konkurriert mit dem Flughafen Saarbrücken, der weniger als 100 Kilometer entfernt liegt. Die EU untersagt die Förderung zweier direkt benachbarter Standorte und hatte zuletzt Fördermittel von Zweibrücken zurück verlangt.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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