01.09.2010
FLUG REVUE

Bundeskabinett verabschiedet umstrittene LuftverkehrsabgabeBundeskabinett verabschiedet umstrittene Luftverkehrssteuer

Das Bundeskabinett hat heute den Gesetzesentwurf für das umstrittene Luftverkehrssteuergesetz verabschiedet. Die neue Luftverkehrssteuer soll von jedem in Deutschland abfliegenden Fluggast erhoben werden.

Das Luftverkehrsteuergesetz erlegt jedem in Deutschland abfliegenden Passagier nach einem Drei-Zonen-Modell eine Gebühr zwischen 8, 25 oder 45 Euro pro Flug auf. Die Gebühr wird direkt von den Airlines eingezogen, dürfte von diesen aber bald auf die Ticketpreise aufgeschlagen werden. 8 Euro werden für die meisten europäischen Ziele, inklusive Russland erhoben. 25 Euro für viele nordafrikanische und nahöstliche Ziele. 45 Euro für restliche Ziele.

Dabei spielt die tatsächlich geflogene Entfernung offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Ein beispielhafter Langstreckenflug von Frankfurt von Wladiwostok würde mit 8 Euro belastet. Ein wesentlich kürzerer Flug ins näher gelegene Indien dagegen mit 45 Euro. Unklar scheint auch, ob Langstreckenpassagiere durch diese Regelung nicht zu kurzen europäischen Zubringerflügen und dem eigentlichen Langstreckenflug ab dem nahen Ausland verleitet werden. Auf Luftfrachtflüge wird die Abgabe, die mit ökologischen Motiven begründet wurde, nicht erhoben. Die Luftverkehrssteuer soll dem Haushalt eine Milliarde Euro pro Jahr einbringen.

 




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