28.07.2009
FLUG REVUE

EADS: Auftragseingang – 66 Prozent, Gewinn – 23 ProzentEADS: Auftragseingang minus 66 Prozent, Gewinn minus 23 Prozent

Der Auftragseingang von EADS brach im ersten Halbjhr auf € 17,2 Mrd. ein, was einen Rückgang im zivilen Geschäft widerspiegelt. Auch der Gewinn sank deutlich.

Der Umsatz erreichte € 20,2 Mrd. (+ 2 Prozent), das EBIT vor Einmaleffekten belief sich auf € 1,3 Mrd. Der Konzern erzielte im ersten Halbjahr ein EBIT in Höhe von € 888 Mio., das vor allem durch Wechselkurseffekte beeinträchtigt wurde. Die Nettoliquidität bleibt mit € 8,1 Mrd. weiterhin solide. Wenngleich sich die weitere wirtschaftliche Entwicklung derzeit nur schwer abschätzen lässt, so ist EADS doch weiterhin gut gerüstet, um der Krise zu begegnen, hieß es.

„Die Herausforderungen in den neuen Programmen bestehen weiter und verlangen nach Lösungen“, so Firmenchef Louis Gallois. „Wir begrüßen den Rückhalt unserer Erstkunden für das A400M-Programm. Gemeinsam mit unseren Kunden und Zulieferern arbeiten wir weiterhin intensiv daran, das Programm wieder auf Kurs zu bringen.“

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen sank auf € -948 Mio. (H1 2008: € 894 Mio.). Die Veränderung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008, als der Free Cash Flow von starken Kundenanzahlungen profitierte, spiegelt die Verschlechterung des Nettoumlaufvermögens (Working Capital) und den rückläufigen Brutto-Zahlungsmittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit wider. Dies steht im Einklang mit dem reduzierten EBIT vor Einmaleffekten und einem geringeren Hedging-Volumen.

Die zu Jahresbeginn beschriebenen Tendenzen haben sich im ersten Halbjahr 2009 bestätigt. Wenngleich die konzernweite Bottom-up-Analyse des Auftragsbuches einen Auftragsüberhang für die nächsten Jahre zeigt, ist dieser durch die Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen und Verkehrsindikatoren härteren Bedingungen ausgesetzt. Zwar ist die rückläufige Entwicklung inzwischen gestoppt bzw. sogar ein leichter Aufwärtstrend erkennbar. Dennoch gibt es keine eindeutigen Anzeichen einer Stabilisierung, da die Airlines angesichts gesunkener Verkehrs- und Ertragszahlen wie auch verschlechterter Finanzierungsbedingungen unter finanziellem Druck stehen. EADS beobachtet daher Marktentwicklung, Kundenbasis und Zulieferer sehr sorgfältig und setzt weiterhin auf das Konzept einer „rollierenden Planung“. Neben dem zivilen Auftragsbestand bietet die solide Auftragslage im Verteidigungsgeschäft und im Geschäft mit institutionellen Kunden dem Konzern ein gewisses Maß an Sicherheit und Stabilität.



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