27.04.2010
FLUG REVUE

Eurocopter beschleunigt Umstrukturierung und erhöht Investitionen

Angesichts der zögerlichen Erholung am zivilen Hubschraubermarkt und des verschärften Wettbewerbsdrucks hat Eurocopter die Intensivierung und beschleunigte Umsetzung seines Transformationsprogramms SHAPE beschlossen.

Nachdem Eurocopter bereits diverse Effizienzsteigerungen umgesetzt hat (z. B. den Abbau von Lagerbeständen) sollen zusätzliche Schritte wie die unternehmensweite Optimierung der Verantwortungsbereiche von Führungskräften und der Verzicht auf Führungsebenen Handlungsspielräume erweitern und Entscheidungsprozesse straffen. Ziel ist eine drastische Kosteneinsparung von jährlich 200 Millionen Euro. Dies wird voraussichtlich zur Streichung von insgesamt 400 Stellen in Deutschland und Frankreich in nicht direkt produktiven Bereichen führen.

Gleichzeitig will das Unternehmen von 2010 bis 2014 über 1,3 Milliarden Euro in eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung investieren. Eurocopter hatte das Jahresbudget hierfür bereits in den Jahren 2007 bis 2010 verdoppelt. Die Investitionen werden in neue Hubschrauberprogramme und den weltweiten Ausbau des Support- und Dienstleistungsangebots fließen.

Eine weitere Milliarde Euro will Eurocopter im gleichen Zeitraum für diverse Investitionen ausgeben, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken,, seine internationale Präsenz auszubauen und sein globales Angebot an hochwertigen Kundensupport- und Serviceleistungen zu erweitern. Als Folge dieser umfangreichen Investitionen dürften in den nächsten Jahren rund 400 neue Arbeitsplätze für Ingenieure und Techniker entstehen.

2012 plant Eurocopter die Eröffnung eines neuen, integrierten Entwicklungszentrums an seinem Standort im nordschwäbischen Donauwörth, der damit zu Eurocopters deutschem Hubschrauber-Systemhaus für die Entwicklung, Produktion und Unterstützung ziviler und militärischer Helikopter wird. Die Integration der bisher in Ottobrunn angesiedelten Tätigkeiten nach Donauwörth schafft zusätzliche Synergien.

Eurocopter erwägt zudem, die Herstellung und den Vertrieb von Rotorblättern von La Courneuve an einen neuen Standort am Flughafen Le Bourget bei Paris auszulagern; die Entscheidung hängt vom Ergebnis der Verhandlungen mit den französischen Behörden ab.




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