12.09.2014
FLUG REVUE

Spezialtransporter für Sektionen und Flügel20 Jahre Airbus Beluga

Vor fast 20 Jahren, am 13. September 1994, startete der erste Airbus "Beluga" Spezialtransporter zum Jungfernflug. Die fünf seitdem gebauten, großvolumigen Frachter verknüpfen das europäische Netz von Airbus-Standorten mit den Endmontagelinien und bilden das fliegende Rückgrat der dezentralen Airbus-Produktion.

Airbus_A300-600ST_Beluga_Flotte_Toulouse

Nur selten sieht man die gesamte Flotte der fünf Airbus A300-600ST Beluga gemeinsam in Toulouse. Meistens sind die Spezialtransporter zwischen den europäischen Airbus-Werken unterwegs. Foto und Copyright: Airbus  

 

"Die Beluga ist ein Kernelement des integrierten Airbus-Logistik- und -Produktionssystems", sagte Günter Butschek, Airbus-Produktionsgeschäftsführer. "Nur dank des Engagements und der Zuverlässigkeit des Beluga-Teams schaffen wir es, unsere Effizienz immer weiter zu erhöhen."

Die von Airbus als interner Transporter entwickelte Beluga basiert auf dem Airbus A300-600R und wird von zwei General Electric CF6-80C2-Turbofans angetrieben. Sie kann 47 Tonnen Fracht über Strecken von 1660 Kilometern Länge befördern. Auf den herkömmlichen Rumpf wurde, nach dem Vorbild des kleineren Turboprop-Vorläufers Boeing "Super Guppy", ein großvolumiger Spezialaufbau mit 7,71 Metern Durchmesser und 1400 Kubikmetern Volumen gesetzt. Die Be- und Entladung erfolgt durch ein großes Bugtor, durch das vorproduzierte Rumpfsektionen, Leitwerke und Flügel aufgenommen und abgeladen werden können. Um eine ungestörte Beladung zu ermöglichen, wurde das Cockpit auf Höhe des Unterdecks verlegt. Zur Besatzung der Beluga gehören zwei Piloten und ein Flugingenieur.

Die von der Airbus-Tochter "Airbus Transport International" (ATI) betriebene Beluga-Flotte ist seit 1995 jede Woche bei über 60 Flügen in der Luft. Zu den regelmäßigen Zielen gehören Bremen, Hamburg-Finkenwerder, Saint Nazaire, Broughton, Getafe und Toulouse. In den nächsten fünf Jahren wird sich das Flugaufkommen angesichts der hochlaufenden A350-Produktion und angesichts steigender A320neo-Produktionsraten deutlich erhöhen. Durch mehr Personal, wetterunabhängige Verladestationen und optimierte Umläufe soll die Nutzungsdauer der Flotte bis 2017 von 5000 Stunden auf 10000 Flugstunden im Jahr verdoppelt werden.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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