23.07.2015
FLUG REVUE

Transpazifische Industriepartnerschaft wird fortgesetzt777X-Zulieferer: Boeing schließt Rahmenabkommen mit Japan

Der US-Flugzeughersteller Boeing hat am Donnerstag ein Rahmenabkommen mit japanischen Industrieunternehmen geschlossen, die Boeings nächstes Großprojekt 777X mit Entwicklungsarbeiten und Produktionsleistungen unterstützen sollen.

boeing 777x lufthansa 2

Boeing wird beim Bau der 777X, hier ein Flugzeug in den Farben von Lufthansa, wieder eng mit japanischen Zulieferern zusammenarbeiten. Foto und Copyright: Boeing  

 

Der formelle Vertrag sei am Donnerstag unterzeichnet worden, meldete Boeing. Die Industrievereinigungen Japan Aircraft Industries (JAI) und Japan Aircraft Development Corporation (JADC) sollen 21 Prozent der größeren Strukturkomponenten für die Boeing 777X zuliefern. Dazu gehören Rumpfsektionen, mittlere Flügelkästen, Druckschotts, Hauptfahrwerkschächte, Kabinen-, Fracht- und Fahrwerkstüren, Flügelkomponenten und Flügel-Rumpf-Verkleidungen.

JAI besteht aus den Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries (MHI), Kawasaki Heavy Industries (KHI), Fuji Heavy Industries (FHI), ShinMaywa Industries (SMIC) und NIPPI Corporation (NIPPI). JADC ist eine gemeinnützige Organisation, die die Wettbewerbsfähigkkeit von Japans Luftfahrtindustrie fördern soll.

"Unsere japanischen Industriepartner liefern schon immer Teile für die 777 nach höchsten Standards und sind ein Grund für deren enormen Erfolg", sagte Kent Fisher, Zulieferer-Vorstand bei Boeing. "Jetzt haben diese Partner uns geholfen, die Kostenvorgaben bei der 777X einzuhalten, um auf unsere Kunden und die sich verändernden Marktbedingungen zu reagieren." Boeing arbeitet bereits bei den Programmen 737NG, 737 MAX, 747, 757, 767, 777 und 787 und seit gut fünfzig Jahren mit japanischen Partnern zusammen.  

"Die Vertragsunterzeichnung ist ein Meilenstein für JADC and JAI", sagte Shigeru Murayama, JADC Chairman und Präsident von KHI. "Die Partner bei JAI werden jetzt in neue Werke und Roboter investieren und andere automatische Systeme einführen, um stets höchste Qualität zu liefern. Damit stellen wir den Erfolg der 777X sicher."

Boeing kaufte 2014 in Japan Waren und Dienstleistungen für über fünf Milliarden Dollar ein und sicherte damit zehntausende Luftfahrt-Arbeitsplätze in Japan. Mit Hilfe des neuen Abkommens werden bis zum Ende der Dekade Waren und Dienstleistungen für 36 Milliarden Dollar aus Japan gekauft und erbracht werden. "Dieses Abkommen erweitert und vertieft die strategische Zusammenarbeit für Jahrzehnte", sagte der Präsident von Boeing in Japan, George Maffeo.

Das Programm 777X besteht aus den Versionen 777-8X und 777-9X, für die bereits 306 feste Bestellungen von sechs Kunden, darunter von Lufthansa, vorliegen. Die Produktion soll 2017 beginnen, erste Auslieferungen sind ab 2020 geplant.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Börsengang könnte eine halbe Milliarde Dollar einbringen Korean Air will mit Jin Air an die Börse

27.04.2017 - Korean Air will noch in diesem Jahr ihre Niedrigpreistochter Jin Air an die Börse bringen. … weiter

Kommt die Flottenerneuerung ins Stocken? Iran Air kündigt erste A330-Einsätze nach Westeuropa an

25.04.2017 - Iran Air wird ab Mai die ersten Ziele in Westeuropa mit ihren neuen Airbus A330 bedienen. Dagegen wurde die geplante Übernahme der ersten Boeing 777-300ER überraschend abgesagt. … weiter

US-Reiserestriktionen dämpfen die Nachfrage Emirates dünnt US-Flugplan aus

21.04.2017 - Die Fluggesellschaft Emirates Airline dünnt ihren Flugplan in die USA aus. Sie reagiert damit auf eine sinkende Nachfrage, die auch durch die neuen Reisebeschränkungen der Trump-Administration … weiter

Neuer Zweistrahler 777-9 ist am teuersten Boeing erhöht die Listenpreise

28.03.2017 - Boeing hat die hauseigenen Listenpreise für Verkehrsflugzeuge erhöht. Gegenüber der letzten Preiserhöhung vom Juli 2015 stiegen die Listenpreise um rund 2,2 Prozent. … weiter

Flight Test Lab der Entwicklungsingenieure Boeing testet erste 777X im Simulator

09.03.2017 - Seit Ende Februar "fliegt" bei Boeing die erste 777X. Der künftig größte Zweistrahler der Welt wird als Rechenmodell im Boeing Flight Test Lab vermessen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 05/2017

FLUG REVUE
05/2017
10.04.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


Boeing 737 wird 50
Boeing 787-10 fliegt
Rafale in Jordanien
DC-3 in Kolumbien
Flughafen Paris Charles de Gaulle
Triebwerksforschung

aerokurier iPad-App