03.12.2015
FLUG REVUE

Größte Dreamliner-VersionBoeing 787-10: Konstruktionspläne sind fertig

Boeing hat das "Detailed Design" der Boeing 787-10 abgeschlossen und einen wichtigen Meilenstein beim Bau der längsten Dreamliner-Version erreicht. Damit kann 2016 deren Bau beginnen.

Boeing 787-10

Das größte Dreamliner-Familienmitglied Boeing 787-10 entspricht weitgehend der Boeing 787-9, wird aber auf eine Rumpflänge von 68,27 Meter gestreckt. Grafik und Copyright: Boeing  

 

Die Boeing-Ingenieure seien mit den Konstruktionsplänen zwei Wochen früher als erwartet fertig geworden, teilte Boeing mit. Nun könnten die genauen Konstruktionspläne für alle Teile und Produktionswerkzeuge an die Werke weitergeleitet werden, um mit der Herstellung anzufangen. Der Bau der 787-10 beginne 2016, der Erstflug erfolge 2017 und die erste Auslieferung sei für 2018 geplant, so der Hersteller.

"Die 787-10 ist ein Ergebnis unserer Erfahrungen mit dem Bau der 787-9", sagte Ken Sanger, Vice President of 787 Airplane Development bei Boeing. "Mit einer hochmotivierten Mannschaft und sehr diszipliniertem Arbeiten haben wir die Konstruktion des neuesten Mitglieds der super-effizienten 787-Familie für die Marktbedürfnisse optimiert." 
Rund 95 Prozent der Konstruktionsdetails konnten von der 2014 in Dienst gestellten 787-9 übernommen werden. Damit will Boeing die Fertigung vereinfachen, Risiken eliminieren und Ersatzteilkosten für die Kunden senken.

Die Mach 0.85 schnelle und 68,27 Meter lange Boeing 787-10, max. Startmasse 254 Tonnen, kann in typischer Zweiklassenausführung 330 Passagiere über Entfernungen von bis zu 11910 Kilometern befördern. Damit schafft sie, laut Boeing, über 90 Prozent aller weltweit mit Großraumflugzeugen bedienten Strecken. Laut Boeing-Werbung verbraucht sie dabei 25 Prozent weniger Kerosin, als die Vorgängergeneration und "mindestens zehn Prozent weniger Kerosin, als alle künftigen Wettbewerber".

Boeing hat bisher 164 feste Bestellungen für die 787-10 erhalten, damit entfallen 14 Prozent aller Orders auf den großen Dreamliner. Endmontiert werden soll die neue Dreamliner-Version ausschließlich in South Carolina, weil die Rumpfsektionen nun zu lang sind, um sie aus dem Werk North Charleston nach Everett zu transportieren. Dagegen baut Boeing die 787-8 und 787-9 parallel in North Charleston und Everett.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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