21.01.2010
FLUG REVUE

Wrack der A320 der US Airways aus dem Hudson wird verkauftA320-Wrack aus dem Hudson wird verkauft

Die Überreste des Airbus A320 der US Airways, der am 15. Januar 2009 nach einem Vogelschlag im Hudson River in New York notwasserte, wird nun von der Versicherung verkauft.

Interessenten haben bis zum 27. März 2010 Zeit, ein Angebot beim derzeitigen Besitzer des A320-Wracks abzugeben. Die Chartis Insurance aus den USA, eine Tochter der AIG Aviation-Gruppe, bietet das Wrack im Internet über ihr Büro in Atlanta, Georgia, an. Das Flugzeug wird "wie gesehen" verkauft, allerdings ohne Triebwerke, wie es in der Beschreibung heißt. Es steht in Kearny, im US-Bundesstaat New Jersey, und kann nach Terminvereinbarung besichtigt werden. Ansprechpartner für Interessenten ist Dan Akers (E-Mail: daniel.akers@chartisinsurance.com).

Das Flugzeug mit dem Kennzeichen N106US war am 15. Januar 2009 auf dem Flughafen LaGuardia gestartet und hatte kurz nach dem Abheben eine Kollision mit mehreren Kanada-Gänsen. In der Folge fielen beide Triebwerke aus und der Kapitän, Chesley Burnett Sullenberger und sein Erster Offizier Jeff Skiles entschlossen sich daraufhin, auf dem Hudson-Fluss vor Manhattan notzuwassern. Für eine Rückkehr zum Startflughafen LaGuardia sowie für eine Notlandung auf dem Flugplatz Teterboro hätte die Flughöhe nach Einschätzung der Besatzung nicht gereicht. Die Notwasserung gelang. Das Flugzeug schwamm noch längere Zeit auf dem Fluss, so dass herbeigeeilte Fähren die evakuierten Fluggäste retten konnten. Es gab nur einige leicht Verletzte und Passagiere, die wegen Unterkühlung behandelt werden musste. Es waren aber keine Menschenleben zu beklagen. 

Das Wrack wurde zunächst an einen Pier geschleppt und dort verzurrt, um ein weiteres Abtreiben in Richtung Atlantischem Ozan zu vermeiden. Dann wurde es am 18. Januar 2009 geborgen und von der Unfalluntersuchungsbehörde NTSB untersucht. Nun versucht die Versicherung als Besitzerin des Wracks, die Überreste zu verkaufen. 



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